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Isenbüttel Defibrillatoren: Zwei neue Standorte für Lebensretter
Gifhorn Isenbüttel Defibrillatoren: Zwei neue Standorte für Lebensretter
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08:28 16.11.2019
Kann Leben retten: Bürgermeister Thomas Golterman (rechts) und Horst-Dieter Hellwig mit dem neuen Defibrillator am Sportheim in Calberlah. Quelle: Jörg Rohlfs
Calberlah

„Wir haben die Notwendigkeit gesehen“, sagt Bürgermeister Thomas Goltermann über die erfolgte Anschaffung von zwei weiteren Defibrillatoren für die Gemeinde. Der eine potenzielle Lebensretter soll am Haus der Vereine in Wettmershagen angebracht werden, die Halterung für den anderen hängt bereits am Sportheim des SV Grün-Weiß.

Für den Außenbereich

Beide „Defis“ sind für eine Aufbewahrung im Außenbereich konzipiert: „Wir haben uns bewusst dafür entschieden. Denn was nutzt ein solches Gerät im Inneren eines Gebäudes, wenn abgeschlossen ist.“ Die Standorte der beiden Defibrillatoren seien so gewählt worden, dass ihre Funktion für das gesamte „Umfeld“ zur Verfügung stünde. Aus diesem Grund sei in Wettmershagen auch davon abgesehen worden, das Gerät am Sportgelände zu positionieren, weil das „zu weit draußen“ liege.

Weitere Standorte

Die beiden neuen ergänzen zwecks „Vorsorge für die Bevölkerung“ drei in der Gemeinde bereits vorhandene Geräte: im Freibad in Edesbüttel (dereinst von der Samtgemeinde angeschafft) sowie in der kleinen und in der großen Turnhalle in Calberlah (beide durch Sponsoren finanziert). „Wir werden es nicht hinbekommen, die Dinger flächendeckend zu installieren“, so Goltermann, aber einige weitere Geräte sollen auf jeden Fall noch angeschafft werden. Über mögliche Standorte habe man sich jedoch noch keine Gedanken gemacht.

Halterung beheizt

Die beiden aktuell neuen kosten 2000 Euro das Stück. Die Preisspanne bei Defibrillatoren ist laut Bürgermeister riesig, die angeschafften seien „gute Mittelklasse“ und ohnehin etwas teurer, weil für den Outdoor-Bereich geeignet. Das gewährleistet die spritzwassergeschützte Halterung, die zudem beheizbar ist: „Damit im Winter die Batterieleistung erhalten bleibt“, erläutert Gemeinderatsmitglied Horst-Dieter Hellwig, der den Defi am SV-Heim gemeinsam mit Goltermann vorstellte.

Akustischer Alarm

Direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden darf das Gerät respektive die Halterung aber auch nicht. Deswegen hängt es in Calberlah unterm Terrassendach. Durch eine Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn und dem damit einher gehenden Lösen der Verplombung wird der Deckel der Halterung entfernt – was gleichzeitig einen akustischen Alarm auslöst. Dann kann der Defibrillator entnommen werden.

Erstversorgung muss sein

„Das ist kein Spielzeug, das Ding soll Leben retten“, appelliert Goltermann daran, kein Schindluder mit dem Defi zu treiben. Außerdem sei das Gerät gegen Diebstahl gesichert und „der Weg, den es nehmen sollte, ließe sich nachvollziehen“, ergänzt Hellwig, der zudem betont, dass ein Defibrillator bei einem Herzstillstand niemals eine Herz-Lungen-Wiederbelebung ersetzen könne, sondern nur eine zusätzliche Hilfe darstelle – die mitunter ein Leben retten könne.

Kammerflimmern beenden

In jedem Fall müssten zunächst immer Herzdruckmassage und Beatmung erfolgen, erst dann käme der Defi zum Zug. Er beende ein Kammerflimmern oder andere lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen durch einen elektrischen Schock: „Dadurch hat das Herz die Chance, wieder mit einem geordneten Herzschlag zu beginnen.“ Aber nur, wenn es durch Druckmassage und Beatmung auch wieder dazu angeregt werde.

Masken im Beutel

Die neuen Defis seien sprachgesteuert: „Man kann nichts falsch machen, außer man macht gar nichts“, konstatiert der Bürgermeister. Und für alle, die Mund-zu-Mund-Beatmung eklig fänden, hängt am Defi auch noch ein Beutel mit zwei Masken für eine kontaktlose Durchführung derselben.

Von Jörg Rohlfs

Drei Defibrillatoren gibt es schon in der Gemeinde Calberlah, jetzt hat man zwei weitere angeschafft zwecks „Vorsorge für die Bevölkerung“: Einer kommt nach Wettmershagen, der andere ans SV-Heim.

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