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Isenbüttel “Besuch aus 5D“: So professionell agieren Petri-Kids und Crazy Teens
Gifhorn Isenbüttel “Besuch aus 5D“: So professionell agieren Petri-Kids und Crazy Teens
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19:00 28.10.2019
"Besuch aus 5D": Mit dem Musical von David Brylka feierten Petri Kids und Crazy Teens eine erfolgreiche Premiere in Ribbesbüttel Quelle: Ron Niebuhr
Ribbesbüttel

Die Erde geht den Bach runter. Diesen Eindruck haben nicht nur die Fridays For Future-Aktivisten gewonnen, sondern auch Aliens aus der fünften Dimension. Die haben die Erde vor ewigen Zeiten designt. Jetzt kamen sie nach Ribbesbüttel, um mal nach dem Rechten zu sehen – zumindest im Musical der St. Petrikirche.

Größtes Sorgenkind

Die Aliens aus der fünften Dimension, auch als Engel bekannt, haben nicht bloß die Erde entworfen. Aber der von Menschen bevölkerte Planet ist wohl das einzige und ganz sicher größte Sorgenkind der Außerirdischen. Über das wacht Gabriel, Erzengel vierter Klasse. Was bei seinen Arbeitskollegen nur Mitleid hervorruft: „Die Erde? Echt? Du Armer! Die macht doch nur Probleme.“ Wenig überraschend, dass die Alienvollversammlung dem blauen Planeten einen eigenen Tagesordnungspunkt widmete.

Das Jüngste Gericht abwenden

„Ich rufe auf: Nummer 437 – Die Probleme der Erde“, sagte die Vorsitzende. Sie bat Gabriel um eine „kurze Zusammenfassung“ – so kurz es ihm eben möglich war angesichts der Fülle an Problemen, die selbst nach dem „bisher größten Einsatz des höchsten Sohnes“ vor rund 2000 Jahren nicht abflaute. „Sie glauben einfach nicht an ihn. Sie haben halt nur drei Dimensionen und sind auch sonst sehr beschränkt“, waren sich die Aliens einig. Ein neuerlicher Einsatz des höchsten Sohnes sei wohl unvermeidbar. Gabriel allerdings gab die Hoffnung nicht auf. Er wollte herausfinden, warum die Erdlinge nicht mehr an Gott glauben, sie überzeugen und so das Jüngste Gericht abwenden.

Ein Jahr Probe

Die Story stammt aus der Feder von David Brylka, ebenso sämtliche Lieder. Unterstützt von Uta Bausmann und Lena May hat er das Musical mit den Kinder- und Jugendchören der St. Petrikirche eingeübt, den 13- bis 15-jährigen Crazy Teens und den acht- bis zwölfjährigen Petri Kids. „Wir haben mehr als ein Jahr lang an dem Stück gearbeitet und für die Aufführungen geprobt“, berichtete Brylka. Erst jeder Chor für sich, später beide zusammen. Aber keineswegs ununterbrochen, denn: „Wir sind ja alle keine Profis. Wir wollten vor allem, dass die Kinder Spaß haben“, betonten Brylka und Bausmann.

Flexibel bis zum Schluss

„Wir haben bis zuletzt am Stück gefeilt“, wies Brylka darauf hin, dass selbst die Generalprobe noch nicht völlig glatt gelaufen war und Raum für ein paar Veränderungen ließ. Die waren zum Glück problemlos möglich, denn: „Da ich alles selbst geschrieben habe, mussten wir niemand um Erlaubnis bitten“, sagte Brylka.

Anspruchsvoll

Einige der jungen Akteure standen schon zum dritten Mal für ein Musical der St. Petrikirche auf der Bühne. „Sie sind seit 2015 dabei“, erzählte Brylka. Diese Erfahrung war sehr wertvoll, denn das aktuelle Stück mit dem Titel „Besuch aus 5D“ sei „unser bisher anspruchsvollstes“, betonte er. Von den Texten und auch von den Liedern her. Insofern freute es ihn sehr, dass Musiker der Band Teenytus kräftig mitmischten. Und es sei besonders hervorzuheben, wie eigenständig die Kinder und Jugendlichen das Musical wuppten. „Mir bleibt nicht viel mehr, als hier und da mal eine Hilfestellung zu geben“, sagte Brylka. Er hatte die musikalische Leitung inne, Bausmann und May kümmerten sich um den reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen.

Tolle Technik

Auch aus technischer Sicht kam das Musical professionell daher. „Wir haben für Licht- und Tontechnik alles da“, sagte Brylka. Nebel und UV-Effekte, LED-Spots, Funkmikrofone, Headsets und Digitalmischpult. So lagen auf der Bühne keinerlei Kabel herum. „Klar, die könnte man festkleben. Trotzdem könnte jemand drüber stolpern“, erklärte Brylka. Vor allem wenn es dort hoch her ging: „In einer Szene spielen wir ja sogar Fußball“, sagte er.

Fahrt nach Kiel

In der Pause sammelte man Spenden. „Damit möchten wir den Darstellern eine Fahrt nach Kiel ermöglichen“, sagte Bausmann. Auch dort wolle man das Musical darbieten. Doch zunächst einmal steht eine weitere Aufführung in heimischen Gefilden an – am Samstag, 16. November, ab 16 Uhr im Schulforum in Isenbüttel. Beide Chöre sind übrigens offen für Neueinsteiger. Die Petri Kids treffen sich donnerstags von 17.30 Uhr bis 18.15 Uhr im Gemeindehaus, die Crazy Teens proben dort ab 18.45 Uhr. „Zwischen beiden Proben essen wir alle zusammen“, sagte Brylka.

Von Ron Niebuhr

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