Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Isenbüttel Allerbütteler fühlen sich wie eingesperrt
Gifhorn Isenbüttel Allerbütteler fühlen sich wie eingesperrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:21 25.07.2019
Das Dorf der Bauarbeiten: Allerbüttel ist zurzeit von der L 292 abgeschnitten und nur über die Straße Am Drens zu erreichen – wo ebenfalls gebuddelt wird. Quelle: Cagla Canidar
Allerbüttel

Wer nach Allerbüttel will oder aus Allerbüttel weg, der hat nur einen Weg – im Slalom an Baggern, Kippern und unbefestigten Oberflächen vorbei über die Straße Am Drens nach Calberlah. Beide direkten Zufahrten von der L 292 sind wegen deren Erneuerung gesperrt. So halten gleich zwei Baustellen den Ort in Atem.

Ampel nervt zusätzlich

Jürgen Schulzke fühlt sich wie eingesperrt. Will er nach Fallersleben – üblicherweise eine Fünf-Kilometer-Angelegenheit – fährt er nun über bucklige Dorfpisten, Tempo-30-Zonen und Umwege 15,5 Kilometer. Ihn nervt dabei nicht nur die Baustelle Am Drens. Dass auch die Ampel an der Edesbütteler Kanalbrücke ihn bremst, hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

Kreis verteidigt Maßnahme

„In der ersten Woche Werksurlaub war die Ampel aus. Vernünftig, denn da ist so gut wie gar kein Verkehr.“ Jetzt ist sie wieder an. „Diese Ampel ist doch im Moment reine Schikane.“ Das sieht Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter anders. Die Ampel soll sicherstellen, dass der nun dichtere Verkehr die Kanalbrücke nicht mit mehr als 16 Tonnen belastet.

Verkehrsabhängige Schaltung

„Die Schaltung wurde verkehrsabhängig geschaltet, wobei der stärker befahrenen Richtung eine längere Grünphase eingeräumt wird“, so Walter. „Der Betrieb erfolgt dauerhaft für die Zeit der Vollsperrung.“ Warum war die Ampel zeitweise aus? Da hatten laut Walter Teile-Diebe ihre Finger im Spiel.

Den Termin halten

Michael Peuke von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sieht die Arbeiten auf der L 292 im Zeitplan. Der alte Asphalt ist weg. Zurzeit seien die Bauarbeiter damit beschäftigt, Gossen, Borde und Kontrollschächte zu setzen. Danach sei der Schotter für die ungebundene Tragschicht dran. „Dann muss man sehen, wann der Asphalt folgen kann.“ Die Vollsperrung sei bis 8. August genehmigt – wie es aussehe, werde die Landesbehörde den Termin halten.

Neuer Engpass

Der Abschnitt zwischen der Kanalbrücke und dem Kreisel Sülfeld ist praktisch fertig. „Ein bisschen fehlt noch“, so Peuke. Die Bushaltestelle sei noch zu asphaltieren und der Radweg dort anzupassen. Auch hier setzt Schulzkes Kritik an. Dieser Abschnitt könnte längst frei gegeben sein und den Allerbüttelern die Weltreise nach Fallersleben und Wolfsburg ersparen. Peuke winkt ab. Abgesehen davon, dass die Bauarbeiten an der Bushaltestelle wieder zu einem neuen Engpass führen würden, drohte dem Dorf eine Überlastung – Erfahrungen aus der Zeit der Vollsperrung in Calberlah.

Auf das Rad umgestiegen

Das befürchtet auch Petra Theuerkauf, die die Anwohner der Straße Am Drens bedauert. „Es ist chaotisch im Moment.“ Doch wäre die Verbindung nach Sülfeld vorzeitig offen, würden auch noch viele ortskundige Auswärtige Am Drens Staub aufwirbeln. Die Allerbüttelerin hat für sich Konsequenzen gezogen und fährt „einmal mehr“ als sonst mit dem Fahrrad zum Einkaufen.

Bürgermeister hat Verständnis

Bürgermeister Thomas Goltermann hat Verständnis für die Sorgen der Allerbütteler, bittet aber seinerseits um Verständnis für die Baumaßnahmen in den verkehrsarmen Werksferien. „Es ist eine Maßnahme, die gemacht werden muss. Dass es nicht so schnell geht, ist klar.“

Von Christina Rudert und Dirk Reitmeister

Isenbüttel Aus Tierhorter-Wohnung befreit - Darum hilft Stark für Tiere 40 Farbmäusen

Mäuse-Alarm beim Tierschutzverein Stark für Tiere: Die Aktivisten um Jenny Breit kümmern sich gerade um 40 aus einer Essener Tierhorter-Wohnung befreiten Nager – und brauchen dringend Hilfe.

24.07.2019

Seit Dienstagabend wurde der 20-jährige Mann aus Braunschweig gesucht, der beim Schwimmen im Tankumsee verschwunden war. Am Mittwochmittag teilte die Polizei mit, dass ein Spürhund den toten Mann entdeckt hat. Ein Polizeitaucher barg die Leiche.

24.07.2019

Nachdem die Suchaktion am Dienstagabend wegen der Dunkelheit abgebrochen werden musste, sind Polizei und THW mit Hundeteams zurzeit am Tankumsee unterwegs: Der 20-jährige Afghane, der seit Dienstag gegen 20.30 Uhr vermisst wird, wird immer noch gesucht.

24.07.2019