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Isenbüttel TV-Team filmt bei Park-Aktion an L321
Gifhorn Isenbüttel TV-Team filmt bei Park-Aktion an L321
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19:00 29.11.2019
„Sensibilisierung“: Anlieger der Landesstraße in Allenbüttel parkten am Freitag Nachmittag wieder am Fahrbahnrand – auch ein TV-Team war vor Ort. Quelle: Jörg Rohlfs
Allenbüttel

Die Raser, die auf der Landesstraße 321 durch den Ort brausen, waren am Freitagnachmittag wieder Thema einer Park-Aktion von Anliegern entlang der Straße – und für ein TV-Produktionsteam aus Berlin, das fürs ZDF einen Beitrag erstellte.

„Autofahrer sensibilisieren“

„Wir wollen die Autofahrer sensibilisieren“, erklärt Initiator Rainer Liebrenz das Ziel der Aktion, bei der auf der mehrere hundert Meter langen Geraden im Ort am Fahrbahnrand Autos abgestellt wurden, hinter denen die in Richtung Osten fahrenden Fahrzeuge bei Gegenverkehr immer wieder anhalten mussten. Es gehe aber nicht ums hohe Verkehrsaufkommen auch durch VW-Pendlerströme: „Das können wir nicht ändern.“

„Es geht um die Fahrer, die hier mit 80, 100 Sachen durchfahren“, sagt Liebrenz. Und jene, die hupen oder einen Vogel zeigen, wenn er mit seinem eigenen Wagen „gemütlich“ von der Straße auf sein Grundstück einbiegt, „weil meine Katze da liegt“. Auch Liebrenz’ Nachbarn Sandra und Markus Wirbel können von Unmutsbekundungen von Durchfahrenden berichten, „wenn wir mal Besuch haben und der auf der Straße parkt“, weil auf dem Hof kein Platz mehr ist.

Auch Lisa (7) protestierte auf ihre Weise. Quelle: Jörg Rohlfs

Auch Tochter Lisa (7) hat Schlechtes vom Durchgangsverkehr zu berichten: „Wenn ich abends im Bett liege, mit Rollo runter und das Fenster zu, ist das immer noch so laut, dass ich nicht einschlafen kann.“ Bei der „Demo“ am Freitag saß Lisa deshalb auch mit einem Kissen auf einem Pfeiler der Liebrenzschen Grundstückseinfahrt und hielt eine kleine Kelle mit Tempolimit hoch, auf die sie die Zahl 50 geschrieben hatte – die Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften.

Liebrenz wünscht sich, dass im Ort ein stationärer Blitzer aufgestellt wird, um das Tempo zu drosseln: „Es geht nur übers Geld.“ Das ganze Leben bestehe aus Regeln und „wenn man sich nicht an sie hält, tut’s weh“. Die Landesbehörde sieht indes keinen Anlass für einen Blitzer, weil „nicht signifikant zu schnell gefahren“ würde, wie Calberlahs Bürgermeister Thomas Goltermann berichtet, der bei der Parkaktion vor Ort war.

Dritte Blitzer-Attrappe

Die dem zugrunde liegenden Tempo-Messungen seien indes aus Streifenwagen der Polizei heraus gemacht worden: „Klar, dass da alle vom Gas gehen.“ Liebrenz indes wird demnächst die bereits dritte, aus Lüftungsrohr selbst gebaute Blitzer-Attrappe auf seinem Hof aufstellen, um Raser auszubremsen. „Schwarze Streifen auf dem Asphalt zeugen von der Wirkung“, so Goltermann.

Beitrag in „Terra Xpress

Davon, dass Liebrenz mit Unterstützung anderer Landstraßen-Anlieger „locker flockig“ weiter machen will mit den Sensibilisierungsaktionen, wird auch in einer kommenden „Terra Xpress“-Ausgaben – einer Doku-Reihe im ZDF – zu sehen sein, in der es um das Alltagsärger-Thema Raser gehen wird. Gut zwei Tage war dafür ein dreiköpfiges Aufnahmeteam einer Produktionsfirma aus der Hauptstadt dabei, den Ärger in Allenbüttel einzufangen. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

Von Jörg Rohlfs

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