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Isenbüttel Wehren über unter realen Bedingungen
Gifhorn Isenbüttel Wehren über unter realen Bedingungen
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20:00 09.08.2019
Alarmübung in Allenbüttel: Die Wehren aus der Samtgemeinde Isenbüttel probten am Samstag unter realistischen Bedingungen für den Ernstfall. Quelle: Ron Niebuhr
Allenbüttel

Die Chance, unter realitätsnahen Bedingungen für Einsätze zu üben, bot sich den Feuerwehren der Samtgemeinde Isenbüttel am Samstagvormittag. Der Eigentümer überließ den Brandschützern sein Gebäude in der Langen Straße 2 in Allenbüttel kurzerhand dafür.

18 Atemschützträger mit dabei

„Wir sind ausgesprochen dankbar dafür", betonte Philipp Passeyer. Der stellvertretende Atemschutzgerätewart der Gemeindefeuerwehr organisierte die Übung und übernahm auch die Leitung. „Wir gehen von mehreren Vermissten aus, die im brennenden Gebäude gefunden und daraus gerettet werden müssen", sagte er. 18 Atemschutzgeräteträger aus allen Ortsfeuerwehren nahmen an der Übung teil.

Personenrettung im Vordergrund

Unter Atemschutz rückten sie in das ehemalige Wohnhaus vor. „Dabei üben wir nicht nur die Personenrettung", erklärte Passeyer. Es ging viel mehr auch darum, die Löschschläuche durch enge Fluren und steile Treppen hinauf mitzuführen. „Das ist gar nicht mal so einfach", sagte der Übungsleiter. Zumal sie auch voll Wasser waren. Das ist bei Übungen in Gebäuden sonst eher unüblich. Welcher Hausherr möchte schon sein Haus bloß zu Übungszwecken unter Wasser setzen lassen?

Perfektes Übungsobjekt

In diesem Fall war selbst das möglich, denn: „Das Gebäude soll demnächst ohnehin abgerissen werden und durch einen Neubau ersetzt werden", sagte Passeyer. Der geplante Abriss machte das noch intakte Gebäude zu einem perfekten Übungsobjekt für die Feuerwehren. „Wir haben hier völlig freie Hand", sagte Passeyer. Man konnte sogar verschlossene Türen aufbrechen. Mit klassischen Feuerwehräxten oder dem in den USA entwickelten Halligan Tool, einer besonderen Form der Brechstange.

Komplett vernebelt

Das Obergeschoss des Gebäudes war für die Übung komplett vernebelt worden: „Da kann man die Hand vor Augen nicht sehen", sagte Passeyer. Auf dem Boden kriechend mit dem stumpfen Ende der Axt voran suchten die Atemschutzgeräteträger die Räume nach Vermissten ab. Die wurden von Dummies verkörpert, jeweils gut 80 Kilo schwer. Obgleich der Disconebel übrigens gesundheitlich unbedenklich sein mag, ist auch er nicht in jedem Gebäude zu Übungszwecken ohne Weiteres einsetzbar. „Er legt sich nämlich wie ein Film auf sämtliche Oberflächen", sagte Passeyer. Und wer hat schon Lust nach einer Feuerwehrübung tagelang sein Haus zu putzen?

Ausbildung nicht vernachlässigen

„Es ist immer großartig, wenn wir in einem Gebäude realitätsnah üben können", sagte Passeyer. Die Zahl der Brandeinsätze sei zwar eher rückläufig, dennoch dürfe man den Einsatz von Atemschutz in der Ausbildung nicht vernachlässigen. „Das geht sonst im Ernstfall ganz schnell nach hinten los", betonte er. Insofern sei es zu begrüßen, wenn sich Eigentümer melden, die über geeignete Gebäude für Feuerwehrübungen verfügen. Man versuche Übungen in diesem Stil möglichst jährlich durchzuziehen, sagte Passeyer.

Von Ron Niebuhr

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