Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Isenbüttel Streunende Katzen werden kostenlos kastriert
Gifhorn Isenbüttel Streunende Katzen werden kostenlos kastriert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:42 07.11.2019
Möchte das Leiden der Straßenkatzen beenden: Gabriele Asseburg-Schwalki mit einem kastrierten Jungtier. Quelle: Hilke Kottlick
Ribbesbüttel

Knallhart ist das Leben verwilderter Katzen. Als Haustiere sind sie nicht auf das Überleben in Freiheit vorbereitet. Trotzdem haben sie mehrmals im Jahr Junge – eine Kette des Elends. Auf Initiative des Deutschen Tierschutzbundes läuft deshalb derzeit eine landesweite Katzenkastrations-Aktion. In deren Rahmen haben Tierschutzvereine, Tierheime und Betreuer von Futterstellen für herrenlose Katzen noch bis zum 20. Dezember Gelegenheit, streunende Katzen kostenlos von einem Tierarzt kastrieren zu lassen. 278.000 Euro stellen die Landesregierung und die beteiligten Tierschutzorganisationen dafür bereit. Anlass für Gabriele Asseburg-Schwalki, Chefin des Tierschutzvereins Gifhorn und Umgebung, Katzenschützer in der Region zum schnellen Handeln aufzurufen, denn sie weiß aus vergangenen Aktionen, dass „dieses Geld schnell aufgebraucht ist“.

Freigänger-Katzen aus Privhaushalten

Laut Asseburg-Schwalki gibt es „rund 200.000 Straßenkatzen in Niedersachsen“. Die Tiere stammen der Vereins-Chefin zufolge von „unkastrierten Freigängern aus Privathaushalten ab und sie müssen jeden Tag einen harten Kampf ums Überleben führen“. Ihr Appell lautet deshalb: „Nur die Kastration kann diesen Teufelskreis durchbrechen und das Katzenleid beenden“.

Katzenfallen im Tierschutzzentrum

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, aber keine Gelegenheit hat, die oft scheuen Katzen-Streuner im Park oder Garten einzufangen, erhält laut Asseburg-Schwalki Unterstützung vom Tierschutzzentrum Ribbesbüttel durch die Bereitstellung von Katzenfallen. Sie rät außerdem, sich vorher mit Tierärzten in Verbindung zu setzen und zu erfragen, ob sich der jeweilige Veterinär an der Kastrations-Aktion beteiligt. Außerdem müssten sich die Aktions-Teilnehmer vorher anmelden und schriftlich bestätigen, dass es sich nicht um Tiere aus einem Privathaushalt handelt.

200 000 Straßenkatzen leben in Niedersachsen – und auch im Landkreis Gifhorn sind sie unterwegs. Das Land unterstützt finanziell die Kastration der Streuner, das Tierheim in Ribbesbüttel steht im Landkreis Gifhorn parat und stellt beispielsweise Katzenfallen zur Verfügung.

Nach der Kastration werden laut Asseburg-Schwalki die verwilderten Tiere gekennzeichnet, registriert und wieder freigelassen. Infos dazu erhalten Interessenten bei der niedersächsischen Tierärztekammer und beim Landwirtschatsministerium.

39 Katzen abgerechnet

„Dreimal haben wir uns bereits an dieser jährlichen und landesweiten Kastrations-Aktion beteiligt“, informiert Asseburg-Schwalki. „Voriges Jahr haben wir dabei 39 Katzen abgerechnet, in diesem Jahr sind es jetzt bereits 21 wildlebende Samtpfoten, die von örtlichen Tierärzten kastriert werden, was mit Geldern aus dem bereit gestellten Topf honoriert wird.“ Dabei kostet laut Tierschutz-Vereins-Chefin die Kastration eines Katers 80 Euro und die eines weiblichen Tieres 100 Euro.

Kastrationsgebot in 350 Kommunen

Seit Projektstart im Jahr 2018 bieten laut Deutschem Tierschutzbundes Tierärzte, Land und Kommunen die Kastrations-Aktion an. Rund 5200 Tiere seien dadurch bereits kastriert worden, heißt es. Dazu teilt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, mit, „dass in Niedersachsen bisher rund 350 Kommunen ein Kastrationsgebot erlassen haben“. Gleichzeitig stünden Bund, Länder und Kommunen in der finanziellen Pflicht.Mit der Kastrationsaktion nimmt das Land laut Schröder diese Verantwortung wahr –„ein wichtiges Zeichen“. Auf die Situation und das Leid der Straßenkatzen mache der Deutsche Tierschutzbund immer wieder aufmerksam. Die Kampagne steht dabei unter dem Slogan „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“ Infos: www.tierschutzbund.de/katzenschutz.

Von Hilke Kottlick

Blätterpilze herausdrehen und nicht abschneiden, nicht jeden Pilz einsammeln – das waren nur einige Tipps von Jürgen und Jessica Geier bei der Exkursion von Wasbüttel aus. Sie sagten auch etwas zum Unterscheiden von giftigen und genießbaren Pilzen.

07.11.2019

Großeinsatz am Elbeseitenkanal: Am Mittwochmittag suchten Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei nach einer Vermissten mit Tauchern und Hubschrauber. Ihr Retter war dann am Nachmittag aber ein Passant.

06.11.2019

Es sind die Brieftauben, die nicht nach Hause zurück gefunden haben: Sie leiden, weil sie auf der Straße ein elendes Leben führen müssen. Anlass für den Verein Stark für Tiere, sich um verletzte Stadttauben zu kümmern.

06.11.2019