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Isenbüttel Familie Brinkmann sucht ihren Weihnachtsbaum
Gifhorn Isenbüttel Familie Brinkmann sucht ihren Weihnachtsbaum
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20:00 18.12.2019
Das soll er sein: Max und Ulrike Brinkmann mit ihrem Weihnachtsbaum. Quelle: Christina Rudert
Vollbüttel

„Haben Sie Zeit mitgebracht? Das kann dauern“, sagt Hermann Brinkmann und lacht. Mit Frau Ulrike und Sohn Max ist er aus Adenbüttel auf die Weihnachtsbaum-Plantage von Ernst-Christian Schölkmann zwischen Vollbüttel und Warmbüttel gekommen, um unter so ungefähr 9000 Bäumen den richtigen für zuhause auszusuchen. „Wir haben nämlich ein Problem. Wir haben eine Katze, und die liebt Baumschmuck. Der Baum darf also nicht zu breit und unten nicht zu dicht sein.“ Die AZ-Reporterin darf den ausgesprochen vergnügten und von viel Gelächter begleiteten Findungsprozess begleiten.

Fröhlich geht es zu, als Ulrike und Hermann Brinkmann mit Sohn Max (10) auf der Suche nach „ihrem“ Weihnachtsbaum durch die Plantage von Ernst-Christian Schölkmann streifen. Ein Familienausflug der besonderen Art.

Auf die Terrasse kommt der Baum nicht

Der zehnjährige Max hopst vorweg und ist schnell zwischen den grünen Spitzen verschwunden. Irgendwo weit hinten wackelt eine Baumspitze. „Den wollen wir!“, ruft Max. „Viel zu groß“, ruft Mutter Ulrike zurück. „Wir könnten ihn ja auf die Terrasse stellen“, schlägt der Zehnjährige vor. Seine Mutter überlegt. „Wäre eine Möglichkeit.“ Nur die echten Wachskerzen und die von Oma selbstgebastelten Strohsterne, „die könnten wir da draußen nicht aufhängen“. Das ist ein überzeugendes Gegenargument.

Hermann Brinkmann hat sich derweil etwas links zwischen die Bäume geschlagen, die meisten so zwischen 1,50 und 1,80 Meter hoch. Er wirkt ein bisschen ratlos bei einer so großen Auswahl. „Voriges Jahr haben wir über die Spitzen der Bäume, die in Frage kommen könnten, einfach einen unserer Handschuhe gestülpt und sind dann weiter gegangen“, immer auf der Suche nach dem Optimum. Dieses Jahr hat nur er Handschuhe an, diese Form der Vorauswahl fällt also flach. Er schlägt einen Baum vor. „In der Mitte zu kahl“, findet seine Frau. Auch der nächste Vorschlag fällt durch: „Der hat keine ordentliche Spitze.“ Ach doch, ach nein, nächste Baumreihe. „Dieser hier vielleicht?“ Brinkmann zeigt auf einen Mini-Baum, gerade mal um die 30 Zentimeter hoch. „Den könnten wir an die Decke hängen, dann kommt die Katze nicht dran.“

So kommt die Katze nicht dran

Dann hat sie einen Baum entdeckt: „Der ist es.“ „Der ist ungleich gewachsen“, hält ihr Mann dagegen. „Macht nichts, die Seite kommt einfach an die Wand, dann sieht man es nicht.“ Die Höhe von ungefähr 1,50 Meter scheint optimal: „Den stellen wir auf unser Opium-Tischchen.“ Opium-Tischchen? „Wir waren ein paar Jahre in China und haben uns von dort Möbel mitgebracht“, klärt Ulrike Brinkmann die erstaunte Reporterin auf. „Diese Tischchen standen früher in den Opium-Höhlen, sie haben sehr hübsch geschwungene Beine.“ Und die Katze kommt nicht an den Baum.

Max nickt die Tanne ab. Ein Mitarbeiter von Schölkmann kommt mit der Motorsäge, ruckzuck hält Max den Baum im Arm und darf ihn zur Kasse tragen. „Das wäre ja auch ein Kriterium für die Auswahl: Wir nehmen nur einen Baum, den Max auch tragen kann“, flachst Hermann Brinkmann. Dann darf der Baum jedes Jahr ein bisschen größer werden. Immerhin ist er jünger als Max, Schölkmann spricht von „ungefähr acht Jahren“.

Ökologische Bodenpflege

Echte Nordmanntanne, so wie alle Bäume in der Plantage. „Die nadeln nicht“, sagt Schölkmann. Den Sommer über stehen seine Shropshire-Schafe auf der Plantage und sorgen für eine ökologische Bodenpflege, „aber die habe ich vor ein paar Wochen runtergenommen. Sonst hängt doch noch einige Wolle an den Bäumen, und wenn die dann ins Warme kommen, riecht das. Das mag nicht jeder.“ Für den Bezirksförster ist die Plantage im Sommer ein Ort der Naherholung. „Dann gehe ich abends noch mal drüber, schneide hier und da was zurecht – das ist für mich Entspannung.“

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11. Dezember: Fibromyalgie: Wenn der Schmerz das Leben zur täglichen Hölle macht

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18. Dezember: Weihnachtsmusik kann auch anders

In der zweiten Adventshälfte hingegen kann durchaus auch mal ein bisschen Hektik aufkommen – dann wird die Weihnachtsbaum-Plantage zum Ausflugsziel. „Familien mit kleinen Kindern sind oft hier, aber es kommen auch ganze Cliquen aus Adenbüttel mit dem Fahrrad rüber, suchen sich ihre Bäume aus, und dann kommt jemand mit Trecker und Hänger und holt die Bäume ab.“ Dazu gibt’s noch eine Bratwurst von Christian Heumann und einen Glühwein – „und manche kommen sogar nur zum Bratwurstessen her“, erzählt Schölkmann.

Der Tipp für die Frische

Auch Familie Brinkmann genießt noch eine Bratwurst, bevor sie mit ihrem Baum nach Hause fährt. Der Tipp von Schölkmann: „Sofort ins Wasser stellen. Dann ist die Schnittfläche noch nicht verharzt, der Baum zieht Wasser – und duftet.“

Hier gibt’s Weihnachtsbäume

Hier gibt’s Weihnachtsbäume – eine Liste ohne Garantie auf Vollständigkeit:

Neubokel: Spargelhof Kuhls, Dorfstraße 12, täglich 10 bis 16 Uhr

Neudorf-Platendorf: Dorfstraße 57, täglich 9 bis 17 Uhr

Dalldorf: Südstraße Ecke Bergstraße Samstag, 21. Dezember/Sonntag, 22. Dezember/Montag, 23. Dezember, jeweils 10 bis 15 Uhr

Ausbüttel: Blumen- und Erdbeerparadies, täglich 9 bis 17 Uhr bis zum 24. Dezember

Kaiserwinkel: Gräfliche Försterei, täglich 9 bis 16 Uhr bis zum 23. Dezember (auch zum Selberschlagen)

Grußendorf: Forsthof zwischen Grußendorf und Bokensdorf, täglich 9 bis 16.30 Uhr bis zum 22. Dezember (auch zum Selberschlagen)

Isenbüttel: Müllers Bauernhof, Hauptstraße 27

Meinersen: Deister an der B 188 neben Demirbau

Gifhorn: Deister auf dem Schillerplatz

Vollbüttel: Plantage Schölkmann, zwischen Vollbüttel und Warmbüttel, wieder ab Donnerstag, 19. Dezember

Wahrenholz: Tannenhof Teichgut, Küsterberg 5, täglich ab 10 Uhr

Ausbüttel-Siedlung, direkt an der B4

Von Christina Rudert

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