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Gifhorn Stadt Zwei angehende Hebammen berichten
Gifhorn Gifhorn Stadt Zwei angehende Hebammen berichten
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12:00 26.04.2019
Traumberuf Hebamme: Maria Klein (links) und Sophie Matzner lernen am Gifhorner Klinikum. Quelle: privat
Gifhorn

Sophie Matzner hat das Berufsziel Hebamme bereits seit Kindertagen fest ins Auge gefasst: „Seit ich denken kann, habe ich gesagt, dass ich mal die Kinder auf die Welt holen möchte“, erzählt die junge Frau. Auch Maria Klein kann sich nichts Schöneres vorstellen als den Beruf der Hebamme. Die 34-Jährige hat sich erst nach der Geburt ihrer eigenen Kinder zur Ausbildung entschlossen.

Vielfältige Arbeit

Inzwischen befinden sich die Schülerinnen im zweiten Ausbildungsjahr. Das Gifhorner Klinikum war für Sophie Matzner heimlicher Favorit, weil sie in Gifhorn fest verwurzelt ist und im Klinikum vor 21 Jahren selbst das Licht der Welt erblickte. „Die Hebamme, die mich damals auf die Welt geholt hat, ist heute meine Kollegin.“ Auch Maria Klein hat sich mit ihrem Abitur an mehreren Kliniken beworben und sich für die Ausbildung in Gifhorn entschieden. Für beide Schülerinnen ist es jedes Mal etwas Besonderes, bei dem Wunder der Geburt dabei sein zu dürfen. „Uns gefällt die Vielfalt, die die Arbeit mit sich bringt. Wir wissen morgens nicht, was auf uns zukommt, und erleben jeden Tag etwas Neues“, schwärmen die Hebammenschülerin. Fehl- oder Totgeburten seien zum Glück selten, aber sie können vorkommen – und damit muss man erst lernen umzugehen.

Kinder werden immer geboren

Mittlerweile durften sie schon selbständig Geburten leiten. Immer dabei: Eine erfahrene Hebamme. Praktisch lernen sie die meisten Dinge im Gifhorner Klinikum. In den nächsten Wochen steht ein Praktikum bei einer freiberuflichen Hebamme an. Ihre Zukunft sehen die Frauen eher in der Klinik. Sophie Matzner: „Als Stipendiatin des Landkreises habe ich mich verpflichtet, die ersten anderthalb Jahre nach meinem Examen auch im Landkreis zu arbeiten.“ Dass der Beruf nur durch mehr Ausbildungsangebote, eine bessere Förderung und höhere Vergütung attraktiver wird, da sehen sie die Gesundheitspolitik in der Pflicht. Grundsätzlich blicken sie aber optimistisch in die Zukunft: „Kinder werden immer geboren. Und Frauen werden immer Hilfe dabei brauchen.“

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