Zuschüsse sichern den Katastrophenschutz
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Gifhorn Stadt Zuschüsse sichern den Katastrophenschutz
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18:22 27.06.2019
Zuschüsse für Organisationen, die den Katastrophenschutz mit gewährleisten: Landrat Dr. Andreas Ebel (2.v.r.) überreichte symbolische Schecks an DRK und THW. Quelle: Christina Rudert
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Gifhorn

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Das DRK und das THW bekamen vom Landkreis Gifhorn in Person von Landrat Dr. Andreas Ebel jetzt symbolische Schecks überreicht – 70.600 Euro für das DRK, 1000 Euro für die Jugendarbeit des THW. „Das ist eine Geste, um unsere Zusammenarbeit zu stärken und zu fördern“, betonte Ebel. Im Katastrophenfall ist der Landkreis auf DRK und THW angewiesen.

„Der Kreis ist gesetzlich verantwortlich für den Katastrophenschutz“, erklärte Matthias Rüger, für Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis zuständig. Dazu gehört die Kreisfeuerwehr. Private Träger wie DRK und THW hingegen müssen ihren Einsatz im Katastrophenschutz selber finanzieren. Die freiwilligen Zuschüsse des Landkreises sind eine Unterstützung dabei, „und mit den Summen liegen wir im Vergleich zu anderen Kreisen ganz weit vorne“, betonte 1. Kreisrat Dr. Thomas Walter.

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Jugendgruppe braucht Geld für Material und Ausflüge

Marvin Jagemann, seit 13 Jahren Leiter der Jugendgruppe beim THW, freute sich über das Geld: „Das können wir gut gebrauchen für Ausbildungsmaterial, aber auch für Ausflüge.“ DRK-Fachbereichsleiter Rettungsdienst Martin Hauck betonte, insgesamt gehe es um eine enge Verzahnung beim Schutz der Bevölkerung. Sandro Pietrantoni, Vorstand des DRK-Kreisverbandes, dankte: „Das ist mehr als reine Unterstützung.“ Er versprach: „Sie können sich auf uns verlassen.“ Das Geld wird verwendet unter anderem für den Aufbau ehrenamtlicher Strukturen für einen Massenanfall von Verletzten, Rotkreuzbeauftragter Bernd Müller betonte: „Da ist jeder Cent gut angelegt.“

Für die Betroffenen eine Katastrophe, aber noch kein Fall für Feuerwehr, DRK und THW sind die Eichenprozessionsspinner. Ebel zog eine erste, vorsichtig positive Bilanz der Bekämpfung, betonte aber auch: „Die nordwestdeutsche forstliche Versuchsanstalt wird frühestens im September eine wissenschaftliche Bilanz vorlegen.“ Zunächst sollten noch die weiteren Entwicklungs-Stadien der Raupen mit den Brennhaaren abgewartet werden. „Wir saugen auf landkreiseigenen Flächen nach wie vor ab und bekämpfen vom Boden aus“, ergänzte Kreisrat Rolf Amelsberg.

„Wir dämmen die Ausbreitung für das ganze Land ein“

Kreisrat Mirco Schmidt erinnerte noch einmal daran, dass der Landkreis Gifhorn mit seinem Einsatz eine Art Vorreiterrolle übernommen habe: „Damit dämmen wir die Ausbreitung des EPS für das ganze Land ein. Wolfsburg und Braunschweig, wo der EPS-Befall gerade zunimmt, fragen bei uns nach Behandlungsmethoden. Bloß das Land hält sich raus“, kritisierte er.

Von Christina Rudert

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