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Gifhorn Stadt Zugunfall im Mai: Gericht verurteilt Autofahrer
Gifhorn Gifhorn Stadt Zugunfall im Mai: Gericht verurteilt Autofahrer
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19:00 29.10.2019
Unfall in Eutzen: Der Fahrer des Kleintransporters wurde jetzt vom Amtsgericht Gifhorn verurteilt. Quelle: Cagla Canidar (Archiv)
Eutzen

Der Sachschaden war hoch, er selbst wurde verletzt: Das Amtsgericht Gifhorn hat am Dienstag den Autofahrer verurteilt, der im Mai trotz eines mit 35 Reisenden besetzten herannahenden Zuges noch schnell einen unbeschrankten Bahnübergang überfahren wollte und dabei vom Zug gerammt wurde.

Zugunglücke im Landkreis Gifhorn

Immer wieder gibt es im Landkreis Gifhorn Verkehrsunfälle, an denen auch Züge beteiligt sind. Manche dieser Unglücke enden mit Todesfällen. Die Aller-Zeitung hat einige der Unfälle der jüngsten Zeit dokumentiert.

* 27. Oktober 2019: Tödlicher Unfall bei Isenbüttel: 16-Jähriger wird von Güterlok erfasst

* 24. September 2019: Zugunfall in Isenbüttel: Kind (3) ist außer Lebensgefahr

* 23. September 2019: Zug erfasst Auto auf Bahnübergang: Frau (35) stirbt

* 3. Mai 2019: Unfall am Bahnübergang im Kreis Gifhorn: 54-Jähriger verletzt

* 17. November 2018: Zugunfall endet glimpflich mit Blechschaden

* 12. Juni 2018: Unfall mit Zug – Autofahrerin schwer verletzt

* 17. Januar 2018: Zug erfasst auf Bahnübergang stehendes Auto

* 3. Juli 2017: Frau bei Zugunfall lebensgefährlich verletzt

20 000 Euro Schaden am Zug sowie Totalschaden am nagelneuen Transporter des Mannes – der 54-jähjrige Wolfsburger wurde leicht verletzt. „Ich hatte viele Prellungen, eine schiefe Nase, eine Platzwunde am Stirn, war eine Woche krank geschrieben“, erklärte er dem Richter. „Das dürfte schon ausreichend Strafe dafür gewesen sein, dass er nicht angeschnallt war“, ergänzte sein Verteidiger. So sah das offenbar auch der Richter, denn mit diesem Punkt befasste er sich kaum.

Kein Fahrverbot

Und noch einen weiteren Punkt ließ er fallen: ein drohendes Fahrverbot. Denn der Wolfsburger gab seine Verfehlungen nicht nur zu, sondern zeigte sich auch reumütig. Und er befindet sich in einem befristeten Arbeitsverhältnis als Auslieferungsfahrer – daher hatte er seinen Verteidiger dabei und im Vorfeld Einspruch gegen ein mögliches Fahrverbot eingelegt. „Ohne Führerschein verliert er seinen Job“, so der Verteidiger. Das wollten auch Richter und Staatsanwalt nicht.

1200 Euro Geldstrafe

Strafe müsse aber trotzdem sein, denn bei dem Vorfall handelt es sich immerhin um einen fahrlässigen gefährlichen Eingriff in den Zugverkehr, machte der Richter deutlich. Denn die Reisenden im Zug hätten alle verletzt werden können. Angesichts des Netto-Verdienstes des Mannes sowie der auf ihn wohl noch zukommenden Schadensregulierung – sein Verteidiger erwartet beispielsweise noch Rückforderungen von den Versicherungen – fiel die Strafe allerdings vergleichsweise gering aus: Der Wolfsburger muss 30 Tagessätze zu je 40 Euro, also insgesamt 1200 Euro, zahlen.

Von Thorsten Behrens

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