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Gifhorn Stadt Zu wenig Lebensmittelkontrollen: Das sind die Gründe
Gifhorn Gifhorn Stadt Zu wenig Lebensmittelkontrollen: Das sind die Gründe
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16:15 12.12.2019
Zu wenig Lebensmittelkontrollen im Kreis Gifhorn: Die Verwaltung begründet das mit Personalmangel. Quelle: dpa
Landkreis Gifhorn

Der Landkreis Gifhorn hat 2018 viel zu wenig Lebensmittelkontrollen durchgeführt. Auf die Kritik der VerbraucherorganisationFoodwatch reagiert am Donnerstag der Landkreis – und räumt die schlechte Quote ein. Jedoch gebe es für das Versäumnis der Vergangenheit gute Gründe. Und: Die Quote sei in diesem Jahr deutlich verbessert worden.

2137 Betriebe müssen kontrolliert werden

2137 Betriebe – vom Kiosk über Tankstelle bis zu Fleischereien – müssten im Kreis Gifhorn regelmäßig kontrolliert werden, schildert Kreisrat Dr. Thomas Walter die Ausgangslage. „In den Jahren 2016 bis 2018 waren mehrere Lebensmittelkontrolleur-Stellen beim Landkreis Gifhorn aufgrund von beruflicher Veränderung und Erziehungsurlaub vakant. Diese Stellen konnten trotz mehrfacher Ausschreibung nicht besetzt werden, da es bundesweit auf dem Arbeitsmarkt an entsprechend ausgebildeten Lebensmittelkontrolleuren mangelt“, berichtet Dr. Walter. Auch sieht sich der Landkreis nicht optimal finanziell ausgestattet seitens des Landes.

Anhaltende Personalnot

Der Landkreis Gifhorn habe inzwischen auf diese „nicht zufriedenstellende Situation“ reagiert. Im Jahr 2017 wurde ein Lebensmittelkontrolleur ausgebildet, der nach erfolgreichem Abschluss seit Ende des Jahres 2018 dauerhaft beschäftigt ist. Weiterhin wurden eine zusätzliche Lebensmittelkontrolleur-Stelle sowie eine halbe Amtstierarzt-Stelle im Jahr 2019 für die Lebensmittelüberwachung geschaffen. Es konnte jedoch nur die Amtstierarzt-Stelle besetzt werden. Die Lebensmittelkontrolleur-Stelle wurde aufgrund des bereits genannten Fachkräftemangels bis heute nicht besetzt.

Neues Konzept zeigt erste Erfolge

Zurzeit gibt es beim Landkreis Gifhorn sechs Lebensmittelkontrolleur-Stellen, von denen 4,5 Stellen besetzt sind. Zusätzlich werden zwei Amtstierärzte in Teilzeit in der Lebensmittelüberwachung eingesetzt.

Es wurden zwei weitere Ausbildungsstellen für Lebensmittelkontrolleure bewilligt, die Ende 2019 besetzt werden konnten. Die Ausbildung dauert zwei Jahre.

Erste Erfolge der Bemühungen: Die Anzahl der von Foodwatch genannten Routinekontrollen von 238 (in 2018) sei auf 435 (Ende November 2019) gestiegen. Außerdem verweist der Landkreis darauf, dass Foodwatch keine Beschwerden oder Nachkontrollen aufliste. Allein hier sei die Zahl der Fälle von 72 (2018) auf 93 (in 2019) gestiegen

Von unserer Redaktion

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