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Gifhorn Stadt Zitterpartie endet am frühen Morgen
Gifhorn Gifhorn Stadt Zitterpartie endet am frühen Morgen
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06:00 28.05.2019
Sie hat es geschafft: Nach einer Zitterpartie ist Lena Düpont (r.) von der CDU in Europäische Parlament gekommen. Quelle: Foto: Cagla Canidar
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Gifhorn

Um zwei Uhr verließen die letzten Politiker und Mitarbeiter die CDU-Geschäftsstelle im Steinweg – ohne zu wissen, ob es für Düpont geklappt hat. „Ich bin kurz vor vier Uhr eingeschlafen und dann um fünf Uhr wieder aufgewacht – da hatte ich die amtliche Wahlstatistik auf meinem Handy und wusste, dass ich es geschafft habe“, freut sich die 33-Jährige. Bereits eine Stunde früher feierte CDU-Kreisvorsitzender Andreas Kuers den Einzug von Lena Düpont – sie hatte den Platz drei auf der Landesliste – ins EU-Parlament. „Um 4.10 Uhr hat der Bundeswahlleiter offiziell bestätigt, dass Lena drin ist“, zeigt sich Kuers erleichtert.

Ein klarer Wahlsieg

Ein klarer Wahlsieg für Nerlich, aber deutliche Stimmenverluste für die CDU bei der Europawahl im Landkreis: Auf einer Klaustagung Anfang Juli werde die Kreis-CDU die Wahl genau analysieren, um beim nächsten Mal wieder deutlich mehr Stimmen zu holen, kündigt Kuers an. Dabei gehe es auch um eine Neuausrichtung in Sachen Natur- und Umweltpolitik. „Wir dürfen die Jugendlichen und ihre Forderungen nicht ignorieren“, so Kuers.

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Die Koffer für Brüssel packen

Lena Düpont packte am Montagvormittag ihre Koffer und stieg nur wenige Stunden später in Hannover in einen Flieger in Richtung Brüssel ein. „Bereits am Dienstag haben wir die ersten Fraktions- und Gruppensitzung“, freut sich die 33-Jährige auf ihre Arbeit im EU-Parlament. „Ich habe es geschafft, doch mit dem Ergebnis können und dürfen wir nicht zufrieden sein“, ist Düpont selbstkritisch. „Diese Wahl und ihr Resultat sind ein klarer Auftrag, um unsere Kommunikation besser auszurichten“, so Düpont. Immer mehr Populisten im EU-Parlament – die 33-Jährige weiß, dass viel Arbeit vor ihr liegt. „Kuschlig wird’s auf jeden Fall nicht.“

Neues Projekt für Gifhorn

Gifhorns alter und neuer Bürgermeister Matthias Nerlich, der sich am Montag nach der Wahl einen Tag Urlaub genommen hat, bedankt sich bei seiner Wählerinnen und Wählern. Sie hätten in einem „politisch schwierigen Umfeld“ differenziert und seine achtjährige gute Arbeit als Verwaltungschef honoriert. „Das ist einfach großartig“, sagt Nerlich, der mit Mitgliedern seiner Partei, Freunden und Familie seinen Erfolg bis nachts um ein Uhr gefeiert hat. Die Nachnutzung des ehemaligen BGS-Geländes am Wilscher Weg: Für Nerlich eines der wichtigsten Projekte seiner kommenden Amtszeit. „Dort soll etwas entstehen, was es in Gifhorn bisher noch nie gegeben hat“, kündigt der Verwaltungschef an – Details verriet er noch nicht.

Von Uwe Stadtlich

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