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Gifhorn Stadt Zerrüttete Ehe vor dem Amtsgericht Gifhorn
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20:29 28.03.2018
Fall von Nachstellung: Ein Ehepaar aus der Samtgemeinde Meinersen beschäftigt seit Wochen die Justiz in mehreren Verfahren. Quelle: Archiv
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Gifhorn

 Diesmal geht es um einen Vorfall vom Oktober vorigen Jahres. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, entgegen eines Verbots sich Zutritt zur Wohnung seiner Frau verschafft und damit auch gegen die Auflage von mindestens 20 Meter Abstand verstoßen zu haben.

Die 38-Jährige schildert vor Gericht den Abend. Der Sohn habe sich gegen 19.15 Uhr im Badezimmer bettfertig gemacht, als sie im Kinderzimmer Geräusche hörte. „Ich bin zum geöffneten Fenster und habe ihn geduckt unter dem Fenster lang schleichen sehen.“ Wie „Kai aus der Kiste“ sei der Angeklagte dann aufgesprungen, habe das Fliegengitter beiseitegerissen und sei schon mit dem Oberkörper durchs Fenster, als sie dieses zugedrückt habe. Er sei zurück gesprungen und laut lachend mit dem Rad davon geradelt.

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Zerrüttete Ehe: Der Angeklagte aus der Samtgemeinde Meinersen wurde bereits wegen Bedrohung und Freiheitsberaubung verurteilt – und hat dagegen Berufung eingelegt. Quelle: Archiv

Der Angeklagte streitet das ab. Während des Prozesses präsentiert seine Verteidigerin die Namen von drei Zeuginnen, die bestätigen könnten, dass ihr Mandant bis 19.15 Uhr in einer Spielhalle gewesen sei. Der Richter unterbricht die Verhandlung. Er versucht, bei der Spielhalle jemanden zu erreichen – vergeblich. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft stellt er das Verfahren ein – aber nur vorläufig. Er hält sich eine Option offen. Hintergrund sind andere Verfahren, bei denen der Angeklagte in Berufung gegangen ist.

Rückblende: Bereits im Januar war das Ehepaar im Saal 120 des Amtsgerichts zu Gast. Es ging um Freiheitsberaubung und Bedrohung. Unter anderem soll der Ehemann seiner Frau den Fuß in die Tür gestellt haben, um sie am Verlassen des Hauses zu hindern, und ihr im betrunkenen Zustand einen Revolver an den Kopf gehalten haben. Nach einer Vertagung – damals musste ein Zeuge nachträglich geladen werden – gab es im Februar Geldstrafen.

Nun will der Richter am Amtsgericht abwarten, was die Berufung dagegen ergibt, und unter Umständen das Verfahren wegen der Nachstellung wieder auf den Tisch bringen.

Von Dirk Reitmeister

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