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Gifhorn Stadt Jury gefällt Obdachlosen-Hausprojekt
Gifhorn Gifhorn Stadt Jury gefällt Obdachlosen-Hausprojekt
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09:00 18.10.2019
World Youth Expedition: Die Jury prämierte am Freitag die Ideen der Schülerinnen und Schüler. Quelle: Lars Landmann
Gifhorn

Auch die zweite Auflage kam prima an: Beim Projekt „World Youth Expedition – Entdecke deine Möglichkeiten“ war erneut die Kreativität von 16 Jugendlichen aus Schulen in Gifhorn und Wolfsburg gefragt. Am Freitagnachmittag traf die achtköpfige Jury die Entscheidung – die Wahl fiel auf Philip Reihl (17) aus Wesendorf.

Ideen entwickeln

Wie auch schon im Vorjahr leitete der Wolfsburger Extremsportler Joachim Franz den viertägigen Workshop in der alten Schalterhalle der Sparkasse in Gifhorn. Gemeinsam mit dem Verein World Youth Expedition, der Abenteuerhaus AG und der Kultur- und Sozialstiftung der Sparkasse wurde der Campus auf die Beine gestellt. „Eigene Ideen entwickeln und daraus ein Konzept entwickeln – darum ging’s“, freuten sich Franz und Christian Eichler von der Sparkassenstiftung über die Kreativität der Schülerinnen und Schüler.

Von Projekten beeindruckt

Mit dabei waren die IGS Gifhorn, die Oberschule Wesendorf, die Oberschule Weyhausen, die Freie Waldorfschule Wolfsburg und das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Wolfsburg. „Wir waren von allen acht Projekten beeindruckt“, lobte Franz die Ideen der jugendlichen Teilnehmer, die fast eine ganze Woche ihrer Herbstferien für die Aktion geopfert hatten.

Impulsvorträge

Schutz für Tiere, Radfahren für ein Trinkwasser-Brunnenprojekt, Unterstützung für Blinde, eine Verbesserung und Veränderung des Schulsystems, Hilfe für junge Mädchen im Ausland (Nein zu Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung), Mädchenhäuser oder beim Segeln und Reiten Freiheit erfahren: Die Vorschläge, die die Schülerinnen und Schüler in Impulsvorträgen und auf Stellwänden präsentierten, waren vielfältig.

Überzeugte Juroren

Am Ende war sich die Jury dann jedoch einig: Die Idee von Philip Reihl (17), Oberschüler aus Wesendorf, soll in den kommenden Monaten unterstützt und weiter gefördert werden. Er hatte sich für drei Quadratmeter kleine Holzhäuser stark gemacht, die Obdachlosen bei Kälte und Regen Schutz bieten können.

Fortsetzung geplant

Für Franz, der auch 2020 und 2021 eine Fortsetzung des Bildungsprojekts in Angriff nehmen will, steht fest: „Es gibt keine Verlierer, denn es geht um die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit.“ Dabei sei die Benotung durch die Jury zweitrangig, denn die Projektpräsentation durch die Jugendlichen stehe im Vordergrund.

Interessierte Schülerinnen und Schüler sowie Schulen können sich bereits jetzt unter ellen.blum@joachim-franz.com für die dritte Auflage anmelden.

Von Uwe Stadtlich

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