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Gifhorn Stadt Wohnung des Ex-Verlobten zertrümmert – jetzt gab’s ein Urteil
Gifhorn Gifhorn Stadt Wohnung des Ex-Verlobten zertrümmert – jetzt gab’s ein Urteil
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00:21 24.05.2019
Kurioser Fall von Sachbeschädigung: Eine 42-Jährige hat erst ihren Ex-Verlobten ausgesperrt und dann seine Wohnung zerlegt. Quelle: dpa
Gifhorn

Der Richter präsentiert den Prozessbeteiligten Fotos von der Wohnung danach. Ein Zeuge, der von 1200 Euro Sachschaden sprechende Vermieter, will lieber nicht neben der Angeklagten stehen. Der psychiatrische Gutachter steht nun zwischen ihnen. „Der hat nicht so viel Angst“, stellt der Strafrichter fest. Der Verlobte – oder besser Jetzt-doch-nicht-mehr-Verlobte – hat schon seinerzeit der Polizei gegenüber zu Protokoll gegeben: „Sie war wie eine Furie.“ Auch vor Gericht räumt er ein, an dem Abend durchaus Angst gehabt zu haben.

Diverse Möbel in Trümmern

Offenbar nicht ganz unbegründet. Denn an jenem streitbehafteten Juni-Abend im vergangenen Jahr in Wittingen hat die 42-Jährige zunächst den 49-Jährigen auf dem Balkon ausgesperrt. Später legte sie dann drei Fensterscheiben, eine Innentürglasscheibe und diverse Möbel in Trümmern. Vor Gericht streitet sie das ab. Ihre Verteidigerin verweist darauf, dass es nicht nur von ihrer Seite Übergriffe gegeben habe.

Verhandlung unterbrochen

Die Verhandlung wird für mehr als anderthalb Stunden unterbrochen. Während der psychiatrische Sachverständige aus Hannover im Besprechungsraum nebenan mit der Angeklagten spricht, arbeitet der Strafrichter vier andere Prozesse des Tages einen nach dem anderen ab. Danach fasst der Psychiater die bewegte Biografie der 42-Jährigen – aufgewachsen in einer Familie mit neun Geschwistern und alkoholabhängigen Eltern und mit häuslicher Gewalt – zusammen und schließt eine verminderte Schuldfähigkeit nicht aus. Denn die über lange Jahre in Behandlung befindliche Frau muss regelmäßig Psychopharmaka nehmen, hatte an dem Abend auch Alkohol zu sich genommen. Die Blutprobe hatte 1,2 Promille ergeben.

Der Strafrichter verurteilt die Frau zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu jeweils 20 Euro.

Von Dirk Reitmeister

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