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Gifhorn Stadt Wildunfälle: Gefahr ist zurzeit so groß wie nie
Gifhorn Gifhorn Stadt Wildunfälle: Gefahr ist zurzeit so groß wie nie
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06:37 03.05.2019
Vorsicht ist geboten: Aktuell ist die Gefahr von Wildunfällen so groß wie nie.
Vorsicht ist geboten: Aktuell ist die Gefahr von Wildunfällen so groß wie nie. Quelle: DVR
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Landkreis Gifhorn

Es sprießt und blüht im Wald und auf den Feldern – und damit nehmen auch die Aktivitäten des heimischen Wildes wieder spürbar zu. Pflanzenfresser wie Rehe seien 24 Stunden unterwegs, um ihren Hunger auf frisches Grün zu stillen, so Reuter. „Dabei wechseln die Tiere häufig ihre Einstände und erkunden neue Nahrungsgründe“, erklärt Thomas Reuter, der auch Sprecher der Kreisjägerschaft ist.

Straßen sind kein Hindernis

Straßen seien dabei für die Tiere kein Hindernis. „Sie werden einfach überquert und oftmals bleibt den Verkehrsteilnehmern kaum Zeit, um zu reagieren“, so Reuter. Wenn die Tiere unvermittelt aus dem Gebüsch auf die Straße springen, ist der Autofahrer meist hilflos.“ Beinah täglich meldet Gifhorns Polizei Zusammenstöße mit Wild – in der Hauptsache sind es Rehe, die bei der Kollision mit Autos getötet werden.

Die Gefahr von Wildunfällen steige im Juni auch noch einmal an, weiß der Experte. In Revierkämpfen stecken dann die männlichen Tiere ihre Territorien neu ab. Trifft ein Platzbock auf einen Jüngling, wird dieser kurzerhand verjagt. Dabei geht die wilde Hatz auch blindlings über Fahrbahnen.

Blaue Reflektoren

Die Jägerschaft im Landkreis Gifhorn steuert seit Jahren dagegen – unter anderem an Stellen mit hoher Wildunfallquote mit blauen Reflektoren an Leitpfählen.

Die Zahl der Wildunfälle sank von 1396 im Vorjahr 2017 auf jetzt 1358. Zuletzt unter der 1000-er Marke lag der Wert im Landkreis Gifhorn übrigens im Jahr 2008 mit 921 Unfällen.

Von Uwe Stadtlich