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Gifhorn Stadt Nordmanntanne bleibt im Landkreis der Favorit
Gifhorn Gifhorn Stadt Nordmanntanne bleibt im Landkreis der Favorit
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00:19 21.12.2018
Weihnachtsbaumverkauf auf dem Gutshof in Kaiserwinkel: Zum besseren Transport werden die Bäume eingenetzt.
Weihnachtsbaumverkauf auf dem Gutshof in Kaiserwinkel: Zum besseren Transport werden die Bäume eingenetzt. Quelle: Alexander Täger
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Kaiserwinkel

Bernd Kopp ist gut gelaunt. Gerade hat der Bromer seinen Weihnachtsbaum auf dem Gutshof einnetzen lassen. Geschlagen hat er ihn kurz zuvor eigenhändig auf den angrenzenden Anbauflächen. „Das ist wunderschön gewesen“, sagt Kopp, der nahezu jedes Jahr nach Kaiserwinkel kommt und der auch die Atmosphäre vor Ort genießt.

20 Prozent schlagen Baum selbst

Ungefähr 20 Prozent der Weihnachtsbaumkäufer tun es ihm gleich und schlagen ihren Baum selbst, schätzt Ottmar Wahlers von der Forstverwaltung des Grafen von der Schulenburg, die den Weihnachtsbaumverkauf in Kaiserwinkel bereits seit Anfang der 1970er-Jahre durchführt. „Tendenz steigend.“

Kunden kommen nicht allein

Wie viele ist auch Kopp nicht allein, sondern gemeinsam mit seinen Nachbarn – Johanna und Phillipp Müller sowie Alicia Pietz und Björn Müller – zum Baumholen in das beschauliche Dorf am Drömling gekommen. Auch sie haben ihren Baum selbst abgesägt. „Natürlich“, betonen sie. „Es ist wie früher mit Opa gewesen“, sagt Phillipp Müller, der schon mit seinem Großvater zum Baumverkauf nach Kaiserwinkel kam. Die jetzige Tanne ist außerdem etwas ganz Besonderes – der erste eigene Tannenbaum, der das neue Haus schmücken wird, wie Müller erzählt.

Tierhalter greifen zur Blaufichte

Wie die fünf Nachbarn auch greifen die meisten Besucher zum inzwischen beliebtesten Weihnachtsbaum – der grünen und weichnadeligen Nordmanntanne. Blaufichten würden zwar auch verkauft, aber der Anteil liege bei ungefähr fünf Prozent, sagt Wahlers. Zum Beispiel würden Tierhalter öfters zur Blaufichte greifen – deren Nadeln pieksen nämlich. Auch wegen ihrem Tannengeruch sei diese Baumart mitunter gefragt.

Waffeln, Glühwein, Wild

Wenn der Baum gefunden ist, können sich die Besucher am Lagerfeuer wärmen. Oder sich auf dem rustikalen Markt, der neben dem Baumverkauf an den letzten beiden Adventswochenenden stattfindet, stärken. Zum Beispiel mit Bratwurst, Waffeln, Glühwein, Wildspezialitäten und mehr. „Die Atmosphäre passt jedes Jahr“, meint der Parsauer Burkhard Krome, der seinen Baum aus dem Angebot bereits geschnittener Tannen auf dem Hof ausgewählt hat. „Wir machen immer am dritten Advent einen kleinen Familienausflug hierher.“

„Wir finden es schön“

Familie Kowohl aus Dannenbüttel ist „eher durch Zufall“ nach Kaiserwinkel gekommen. Auch ihnen gefällt das Ambiente auf dem alten Gut, mit Buden und dem Kinderkarussell. Und dem Baum-selbst-schlagen. Das zählte zwar bei ihnen bislang nicht zu den festen Weihnachtsritualen. Aber Spaß gemacht hat es der Familie offensichtlich: „Wir finden es schön“, befindet Papa Ole mit dem Baum in der Hand.

Sägen können übrigens vor Ort ausgeliehen werden.

Wunsch-Baum gefunden: Auch Familie Kowohl aus Dannenbüttel schlug ihren Weihnachtsbaum selbst Quelle: Alexander Täger

Von Alexander Täger