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Gifhorn Stadt Wie ein Unfall gleich zweimal glimpflich ausgeht
Gifhorn Gifhorn Stadt Wie ein Unfall gleich zweimal glimpflich ausgeht
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20:01 28.11.2018
Doppelt glimpfliches Ende: Das Amtsgericht befasste sich jetzt mit einem Unfall auf der B 4.
Doppelt glimpfliches Ende: Das Amtsgericht befasste sich jetzt mit einem Unfall auf der B 4. Quelle: Archiv
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Gifhorn

Die Anklage warf dem Mann vor, an jenem Samstagnachmittag auf der B 4 zwischen der Abfahrt Gamsen und Wagenhoff eingeschlafen und dadurch in den Gegenverkehr geraten zu sein. Sein Wagen stieß mit dem Außenspiegel gegen den eines entgegen kommenden Wagens. Der durch die Kollision aufgewachte Angeklagte sei dann zunächst weiter gefahren.

Der Hamburger stellte es anders dar. „Ich kann nicht verstehen, wie man auf Fahrerflucht kommt.“ Er habe nur deshalb nicht angehalten, um keinen weiteren Unfall zu bauen. Es habe an der Stelle keinen Seitenstreifen zum Anhalten gegeben. Deshalb sei er bis zur nächsten Abfahrt weiter gefahren.

Sekundenschlaf oder nicht?

Und die Sache mit dem Einschlafen? Daran glaube er nicht mehr, sagte der Angeklagte. Er habe in der Nacht zuvor gut geschlafen. Im ersten Moment habe er damals gemutmaßt, „wohl eingeschlafen zu sein“. Eine Polizistin, die zufällig hinter ihm fuhr – „Es sah aus, als ob er überholen wollte“ – und ihm bis zu jener Abfahrt folgte, zitierte ihn ebenfalls mit diesen Worten. „Er wirkte sehr verdutzt.“ Wenn nicht sogar unter Schock stehend.

Nach Gesprächen zwischen Strafrichter und Staatsanwältin sowie zwischen Angeklagtem und Verteidiger zog das Gericht einen Schlussstrich: Der Hamburger zahlt 2600 Euro, und damit wird das Verfahren eingestellt.

Von Dirk Reitmeister