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Gifhorn Stadt Wie der Darm Einfluss auf die Gesundheit nimmt
Gifhorn Gifhorn Stadt Wie der Darm Einfluss auf die Gesundheit nimmt
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08:00 19.03.2019
Expertin für Darmgesundheit: Heilpraktikerin Sylvia Knorn erklärt im AZ/WAZ-Interview, wofür der Darm alles verantwortlich ist. Quelle: Yvonne Droste
Hillerse

Sylvia Knorn beschäftigt sich, seit sie vor 40 Jahren ihre Ausbildung zur Arzthelferin antrat, intensiv mit dem Thema Darmgesundheit. Seitdem erwarb sie diverse Qualifikationen in Stoffwechselregulation, ließ sich zur Orthomolekulartherapeutin ausbilden und ist seit mehr als drei Jahren als Heilpraktikerin in Hillerse tätig. Im Interview mit der AZ/WAZ spricht sie über ihre Arbeit.

Kommen Patienten mit Beschwerden zu Ihnen, die man eigentlich nicht mit dem Darm in Verbindung bringen würde?

Ja, natürlich. Die häufigsten Beschwerden sind allgemeine Erschöpfung, Müdigkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, auch Depressionen, Allergien, Hautprobleme, hartnäckige Pilzerkrankungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Hierbei kann man nahezu alles auf den Darm rückbeziehen, wenn die Beschwerdebilder ansonsten ungeklärte Ursachen haben.

Können Sie uns den Zusammenhang einmal erklären?

Dazu muss man wissen, was das Mikrobiom des Darms (Gesamtheit seiner Mikroorganismen) ist und welch vielfältige Aufgaben es hat. Das Mikrobiom, oder früher einfach Darmflora genannt, das sind, wie derzeit bekannt, etwa 7000 bis 10.000 Bakterienstämme, die den bis zu acht Meter langen und 300 bis 400 Quadratmeter Fläche umfassenden Darm besiedeln. Sie machen in etwa 80 Prozent des Immunsystems aus, spalten Nahrung auf, stellen dem Körper Energie, Vitamine und Mineralstoffe zur Verfügung und bilden drei Viertel der Neurotransmitter, wie zum Beispiel Serotonin, das sogenannte Glückshormon. Also nehmen sie Einfluss auf die Psyche, das Schmerzempfinden, Sättigungsgefühl, den Blutdruck und einiges mehr.

Es scheint, als sei das Mikrobiom ein Alleskönner.

Ja, und es ist unglaublich wichtig, es so vielfältig wie möglich aufzustellen. Denn umso resistenter ist der Mensch gegen Krankheiten.

Was kann ein Mensch denn tun, um seinen Darm gesund und sein Mikrobiom vielfältig zu erhalten?

In Ruhe essen sollte man. Stress beim Essen vermindert die Darmdurchblutung und stört die Verdauungsarbeit. Dann kommt es natürlich auch darauf an, was man isst. Ballaststoffreiche, frische und vielseitige Nahrung aus diversen Vollkornprodukten, Obst- und Gemüsesorten, Fisch und Fleisch ist gut. Denn das führt auch zu einer vielschichtigen Bakterienflora. Meiden sollte man industriell verarbeitete Lebensmittel, raffinierten Zucker, Süß- und Aromastoffe. Bei unklaren Beschwerden empfehle ich, den Stuhl im Labor untersuchen zu lassen. Dann weiß man, wie es um sein Mikrobiom bestellt ist.

Von Yvonne Droste

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