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Gifhorn Stadt Tatortreiniger: TV-Kult funktioniert auch auf der Theaterbühne
Gifhorn Gifhorn Stadt Tatortreiniger: TV-Kult funktioniert auch auf der Theaterbühne
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11:28 08.12.2019
TV-Kultserie auf die Bühne gebracht: „Der Tatortreiniger“ begeisterte am Freitagabend das Publikum in der Gifhorner Stadthalle. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Seit 2011 schon gehört „Der Tatortreiniger“ zu den beliebtesten TV-Serien. Das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel hat aus den Drehbüchern von Mizzi Meyer drei Szenen für das Theater ausgewählt. In der Inszenierung von Ralf Ebeling bekamen die Zuschauer in der Gifhorner Stadthalle am Freitagabend einen tiefen Einblick in alltagsphilosophische Zwischenmenschlichkeit.

Putzmittel und Sauger

Die Leiche ist weggeschafft, Polizei und Ermittler haben den Tatort geräumt – jetzt ist es Zeit für Schotty, Heiko Schotte (herrlich gespielt von Guido Thurk), den Tatortreiniger, der mit Putzmitteln, Tüchern, Schwämmen und Sauger anrückt, um das zu entfernen, was niemand sehen will. Schotty, freundlich, verbindlich und in seiner trockenen, norddeutschen Art einfühlsam, erfährt sehr viel mehr von Angehörigen und Hinterbliebenen, als die offiziellen Ermittler. Dass Frau Hellenkamp (Vesna Buljevic) höchstselbst dem Einbrecher den Rest gegeben hat, zieht Betrachtungen über Moral von verschiedenen Standpunkten aus nach sich: Was ist verwerflicher – ein berühmtes Sofa zu zerstören, einen Einbrecher umzubringen oder einen Maserati als Geschenk fürs Schweigen anzunehmen?

Witzige Dialoge und unaufdringliche Pointen

Witzige Dialoge, die unaufdringlich ihre Pointen sicher platzieren, machen die Stücke überaus kurzweilig und unterhaltsam. So auch in den Debatten zwischen Schotty und der hochschwangeren Pensionsinhaberin Silke Hansen (Franziska Ferrari) über die Bedeutung von Namen für das Kind. Und Herr Grimmehein (Mario Thomanek), großspuriger Geschäftsführer einer Consulting-Firma, muss erfahren, wie es sich anfühlt, gemobbt zu werden.

Glänzende Umsetzung

Sprachlich, gestisch und mimisch sind sämtliche Rollen der drei Stücke von vier großartigen Schauspielern glänzend umgesetzt und bescherten dem begeisterten Publikum einen überaus gelungenen Abend.

Von Stephanie Dorer

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