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Gifhorn Stadt Weitere Ermittlungen um Missbrauchsfall in Gifhorner Wohngruppe
Gifhorn Gifhorn Stadt Weitere Ermittlungen um Missbrauchsfall in Gifhorner Wohngruppe
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20:25 17.10.2019
Das Interesse ist: Am Landgericht Hildesheim läuft die Verhandlung gegen ein Pädagogen-Ehepaar, die Anklage lautet auf Missbrauch. Jetzt gibt es weitere Ermittlungen. Quelle: Bettina Reese
Gifhorn

Im Fall des sexuellen Missbrauchs in einer Gifhorner Wohngruppe sind in dem Prozess vor dem Hildesheimer Landgericht zum wiederholten Mal Vorwürfe gegen die Diakonie erhoben worden. Sie stand als Träger der Einrichtung bis 2007 in der Verantwortung – und soll schon 2002 von den Missständen erfahren haben. Jetzt gibt es weitere Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Weitere Vorwürfe

Im September warf Rechtsanwalt Lutz Kesselhut am Rande des Prozesses der Diakonie vor, dass eine Betreuerin die Leitung des Trägers der Wohngruppe über Missstände informiert habe und sich habe anhören müssen, sie möge doch an ihre Karriere denken. Anfang Oktober unterstrich im Prozess eine 33-jährige Zeugin diese Vorwürfe.

Anfangsverdacht

Ermittlungen zu weiteren Personen, gegen die in diesem Zusammenhang ein Anfangsverdacht wegen Unterlassung bestehen könnte, sind angelaufen“, erklärt Erste Staatsanwältin Christina Pannek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim. „Wir prüfen in alle Richtungen, ob es im Zuge der angeklagten Taten auch auf andere Art und Weise zu Vorgängen gekommen ist, die strafrechtlich relevant sind“, so Pannek. Dabei gehe es um Personen, die ebenfalls in der Gruppe gearbeitet oder zu der Gruppe Kontakt gehabt haben. Zu der Anzahl der Personen, gegen die sich ein Anfangsverdacht richte, machte Pannek keine Angaben.

Missbrauch und Misshandlung

Zuerst müsse in dem Prozess jedoch durch die Kammer festgestellt werden, ob es in der Gifhorner Wohngruppe tatsächlich zu strafrechtlichen Handlungen gekommen ist, so Pannek. Auf der Anklagebank sitzt das frühere Betreiber-Ehepaar (56 und 60 Jahre alt). Ihnen wird der sexuelle Missbrauch von Kindern und die Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. 

Von Uwe Stadtlich

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