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Gifhorn Stadt Weihnachtsmusik kann auch anders
Gifhorn Gifhorn Stadt Weihnachtsmusik kann auch anders
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20:00 17.12.2019
Die etwas andere Musik zu Weihnachten: Prominente Gifhorner Musiker empfehlen ihre ganz persönlichen Lieblingshits zum Fest. Quelle: dpa
Gifhorn

„Last Christmas“ dürfte inzwischen jeder Gifhorner kennen – aus dem Radio und dem Supermarkt. „In der Weihnachtsbäckerei“ läuft auch fast überall, nicht nur an den Karussells der Weihnachtsmärkte. Ganz neue Töne empfehlen Musikerinnen und Musiker aus dem Kreis Gifhorn im Gespräch mit der AZ.

Weihnachtsmusik im Jazz-Sound

„I’m dreaming of a white christmas“ geht auch etwas schneller. Das haben Horst „Pops“ Popanda und seine Saratoga Seven neulich erst beim Nikolaus-Jazz im Trachtenhaus gezeigt.

Für ihn muss es Dixie-Sound sein: Horst Popanda (M.) Quelle: Saratoga Seven

Weihnachtsmusik im Jazz-Stil sei nicht so gängig und durchaus mal was Anderes als die gängigen Hits aus dem Radio, sagt der Jazzer.

Horst Popanda: Weihnachten im Dixie-Sound

Für Horst Popanda von den Saratoga Seven ist klar: Weihnachtsmusik muss im Dixie-Sound rüber kommen, so wie beim Nikolaus-Jazz neulich im Mühlenmuseum. Und da empfiehlt „Pops“ die holländische Formation Dutch Swing College Band mit ihrem Album „A happy Dixie Christmas“. Da gebe es die Hits wie „O Tannenbaum“, „Stille Nacht“ oder „We wish you a merry Christmas“ im Oldtime Jazz Sound. „So etwas höre ich mir gern an.“ Doch es geht auch bei ihm zuweilen ganz altbekannt zu. „,Stille Nacht, heilige Nacht’ höre ich am liebsten im klassischen deutschen Gewand.“

Klänge von fernen Kontinenten

Wenn Barbara König unter anderem die Chorgemeinschaft Groß Schwülper leitet, dann stimmen sie zurzeit vor allem Weihnachtslieder an.

Fan des Weihnachtsoratoriums: Barbara König. Quelle: privat

Dabei setzt sie auch mal neue Akzente: „Neben bekannten Liedern zum Mitsingen möchte ich dem Publikum aber auch noch nicht so bekannte Weihnachtslieder oder größere Werke zum Beispiel aus dem restlichen Europa oder Südamerika vorstellen.

Barbara König: Weihnachtsmusik mit Chor

Chorleiterin Barbara König hat in diesen Wochen jede Menge Auftritte mit adventlicher und weihnachtlicher Thematik. Und beim Einkaufen kommt auch sie nicht um die Berieselung mit „ewiggleichen Weihnachtsliedern“ mit „Glöckchen-Gebimmel“ drum herum. „Wenn keine Konzerte mehr anstehen, mache ich es mir zuhause gemütlich und höre den ersten Teil des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach rauf und runter, immer wieder.“ Ihr CD-Tipp deshalb: Die Gächinger Kantorei unter Leitung von Helmuth Rilling mit ihrer CD-Einspielung zum Weihnachtsoratorium.

Vor ein paar Jahren haben wir in Wolfsburg die ,Misa criolla’ von Ariel Ramirez aufgeführt und erst im letzten Jahr in Schwülper das Oratorío de Noel von Camille Saint-Saens mit dem Riddagshäuser Kammerorchester.“

So klappt’s mit der harmonischen Stimmung

Auch Brunhild Maxa von der Kreismusikschule hat ein offenes Ohr für hierzulande selten gespielte Weihnachtsmusik – etwa aus Polen.

Brunhild Maxa. Quelle: Archiv

„Die Stücke haben für mich etwas sehr Innigliches, was einen in eine harmonische Stimmung versetzt.“

Brunhild Maxa: Weihnachtsmusik klassisch

Brunhild Maxa von der Kreismusikschule Gifhorn mag Weihnachtsmusik klassisch, von Johann Sebastian Bach im barocken Gewand, aber auch volkstümlichere. „,Ihr Kinderlein kommet’: Ich mag das immer noch sehr.“ Gerade jetzt, wo sie vier Enkel hat. „Weihnachten mit Kindern ist immer was Besonderes.“ Ihr CD-Tipp: „Zwischen Ochs und Eselein“ vom Gewandhauskinderchor Leipzig, begleitet vom Mendelssohn-Quartett. „Es ist schwer, sich festzulegen, denn wir sind in Deutschland so reich an wundervollen Weihnachtsliedern.“ Ihr Top-Favorit sei aber „Ich steh an Deiner Krippen hier“.

Spezielle Interpretation mit Wiedererkennungswert

Auch Kreiskantor Raphael Nigbur hat zurzeit beruflich sehr viel mit Weihnachtsmusik zu tun.

Fan des Weihnachtsoratoriums: Raphael Nigbur. Quelle: Martin Seth

Dennoch findet auch er immer wieder Nischen, die ihn dieses Genre trotz allem genießen oder abschalten lassen. Dabei müssen spezielle Interpretationen nicht immer Nischen-Produkte für Fachleute sein. Auch bei der Orgelmusik von Christoph Grohmann erkenne man bekannte Melodien wieder.

Raphael Nigbur: Weihnachtsmusik an der Orgel

Auf der Orgel spielt Kreiskantor Raphael Nigbur Bearbeitungen vieler bekannter Lieder. Und privat? „Das Weihnachtsoratorium von Bach höre ich nach wie vor gern.“ Etwa die Aufnahme mit dem Dirigenten Philippe Herreweghe. Nigbur empfiehlt auch die Orgelmusik-CD „Christoph Grohmann improvisiert über Advents- und Weihnachtslieder“. „Die Adventszeit empfinde ich durch meine vielen beruflichen Termine eher nicht als besinnlich und schön. Diese beiden CDs schaffen es aber, in einer ruhigen Minute alles andere und stressige auszublenden. Wunderbar!“

„So richtig schön hingejamt“

Wie sich Weihnachtsmusik anhören muss, die bei Volker Schlag ankommt, können sich viele Gifhorner denken: sie muss rocken und rollen.

Weihnachten muss rocken: So sieht es Volker Schlag. Quelle: Michael Uhmeyer

Neben seinem Lieblingssänger Travis Tritt empfiehlt er auch die Band The Tractors. „,Rudolph the red nosed reindeer’ ist ja Standard, aber in dieser Version das Geilste – so richtig schön hingejamt.“

Volker Schlag: Weihnachten in Rock’n’Roll

Gifhorns Kult-Rocker Volker Schlag hört Weihnachtsmusik am liebsten vom Countryrock-Sänger Travis Tritt. Sein CD- oder mp3-Download-Tipp lautet „Loving time of the year“. „Da sind Sachen drauf, die man schon tausend Mal gehört hat – aber er interpretiert es anders.“ Zum Beispiel: „Eine unfassbar geile Version von ,Winter wonderland’.“ Ordentlich rock’n’rollig, schwärmt Schlag. Oder „Silver Bells“: „Das geht schon ab.“ Tritt habe auf dem Album aber auch eigene Kompositionen, etwa „Christmas just ain’t Christmas without you“. „Das ist ein Weihnachtsblues, unheimlich gut gesungen.“

Der AZ-Adventskalender: Die Geschichten

Die Aller-Zeitung schenkt ihren Lesern jeden Tag eine Geschichte – für den AZ-Adventskalender dürfen Sie sich eine Geschichte wünschen. Hier ein Überblick der bereits geöffneten Türchen:

2. Dezember: Das ist die Familienreise-Bloggerin aus Gifhorn

3. Dezember: Das ist die besondere Ausstellung in Gifhorn

4. Dezember: Jetzt hat Gifhorn einen eigenen Gin

5. Dezember: „Wir machen das alles mit Herz“: Warum die DRK-Bereitschaft für Gifhorn so wichtig ist

6. Dezember: Gymnasium Leiferde: Ideen für Nachhaltigkeit hinter jedem Türchen

7. Dezember: Türchen auf: Darum hat Gifhorns Tafel kein Tierfutter

9. Dezember: Wittkopsviertel in Gifhorn: Vieles ist in Bewegung

10. Dezember: Kultbahnhof Gifhorn: Musikprojekt soll Arbeitslosen helfen

11. Dezember: Fibromyalgie: Wenn der Schmerz das Leben zur täglichen Hölle macht

12. Dezember: Kalligrafie: Beim Schönschreiben findet Lieselotte Lehr Entspannung

13. Dezember: Südstadt: Kleiner Markt ganz groß

14. Dezember: Gifhorner Weihnachtsmarkt: Gute Bude feiert Premiere

15. Dezember: Geschichten mit echten Tieren vor der Kirche

16. Dezember: Tagestreff MoinMoin: Darum lässt es Jürgen Pott noch mal krachen

Von Dirk Reitmeister

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