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Gifhorn Stadt Weihnachtsmarkt-Bilanz: Positive Stimmen – aber auch Kritik
Gifhorn Gifhorn Stadt Weihnachtsmarkt-Bilanz: Positive Stimmen – aber auch Kritik
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08:00 28.12.2019
Bilanz nach vier Wochen: Von den Weihnachtsmarktbeschickern gibt’s positive Stimmen – aber auch Kritik. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Alle Jahre wieder sorgt der Gifhorner Weihnachtsmarkt für Diskussionsstoff. Nach vier Wochen Geschäft – heute ist der letzte Öffnungstag – ziehen die Standbetreiber Bilanz. Viele Marktbeschicker sind zufrieden, andere üben Kritik. Es gibt auch Verbesserungsvorschläge.

Anne Tolisch, die in Höhe von Ceka „Die Kartoffel“ betreibt, hat festgestellt, dass die Kundenfrequenz in der Innenstadt nachgelassen hat. „Trotzdem hat der Umsatz noch gepasst – eine Steigerung gegenüber 2019 gab’s jedoch nicht“, zieht die Bremerin Bilanz. Puffer und andere Kartoffel-Leckereien seien immer dann gut gegangen, wenn es auf der benachbarten Bühne Programm gegeben habe. „Darum gehört die Schlittschuh-Bahn auch ins Zentrum und nicht in den Norden“, steht für Tolisch fest.

Bio-Glühwein kam an

Ömer Cicek, Mitarbeiter der Weinbar Müller in Höhe der Volksbank, ist zufrieden. „Die Kundenfrequenz war gut“, sagt Cicek. Der erstmals angebotenen Bio-Glühwein sei gut angekommen. Auch Rosé, Rotwein und Weißwein hätten sich die Weihnachtsmarkt-Gäste schmecken lassen. Die Bude mit Sitzmöglichkeiten am Ceka-Brunnen sei eine gute Idee. „Allerdings sollten dort ein paar Kuscheldecken bereit liegen – insbesondere Frauen haben sich das gewünscht“, so Ömer Cicek.

Mehr Bühnenprogramm und mehr Musik wünscht sich Rene Jaun, der am Stand des Hamburger Marktbeschickers Michael Doss, Fladenbrot mit Schafskäse verkauft. „Das hat insbesondere in den Abendstunden rund um den Ceka-Brunnen gefehlt“, steht für Jaun fest. Er verweist auf positive Erfahrungen in der Nachbarstadt Wolfsburg. Dort habe der Fladenbrot-Stand zuvor 13 Jahre gestanden.

„Für eine Kleinstadt ist der Markt okay“

„Wir waren zufrieden – das liegt auch an unserem Heimvorteil“, bilanziert Ex-Ratsweinkeller-Chef Hans-Jörg Bosch. Gemeinsam mit Ehefrau Gabriele hat er mehr als vier Wochen lang Maultaschen und Krautspätzle angeboten. Die Beleuchtung und auch die Idee der „Guten Stube“ gefällt dem erfahrenen Gastronomen. Auch Zirkus-Vorführungen, Kaspertheater und Posaunenchor-Darbietungen seien gut angekommen. „Man sollte aufhören, den Weihnachtsmarkt schlecht zu reden“, wünscht sich Bosch. „Für eine Kleinstadt ist der Markt okay – wir sind nun einmal nicht Goslar, Hannover oder Lüneburg.“

Abmahnung wegen Getränke-Verkaufs

Seit Jahren betreibt Gerd Zappi seinen Grill-Pavillon in Höhe des Kaufhauses Schütte. „Ich hatte schon bessere Jahre“, hat Zappi festgestellt, dass die Kundenfrequenz in der Fußgängerzone abgenommen hat. Sauer ist Zappi darüber, dass er eine Abmahnung von der WiSta erhalten hat. „Ich darf in meinem Bratwurst-Stand keine alkoholfreien Getränke mehr anbieten.“ Die kleinen Cola- oder Fanta-Flaschen seien gerade bei Familien, die sich Bratwurst und Krakauer gekauft haben, sehr beliebt gewesen.

2020 wieder Live-Musik vorm H1-Stand

H1-Wirt Holger Hirsch ist mit dem Umsatz in Helgas Glühweinbude „sehr zufrieden“. Der bayrische Glühwein mit Haselnüssen und der Eierpunsch seien erneut der Renner gewesen. „Wir haben sogar Gäste, die dafür extra aus Braunschweig anreisen“, so Hirsch. Die Live-Musik, die der Kneipen-Wirt an den Adventssonntagen vor seiner Bude angeboten hat, habe sich erneut als Publikumsmagnet erwiesen. Für Hirsch steht fest: „2020 geht’s genauso weiter.“

Tatjana Dvorak von der „Mandelpyramide“ hat beim Umsatz keine Veränderungen gegenüber 2018 festgestellt. „Wäre das Wetter besser gewesen, wären vermutlich mehr Leute in die Innenstadt gekommen“, glaubt Dvorak. Nieselregen und trübes Herbstwetter hätten an vielen Tagen keine Weihnachtsmarkt-Stimmung aufkommen lassen. Mehr Musik, mehr Kunsthandwerk und Märchenfiguren, um die Lücken zwischen den Ständen zu beseitigen: Tatjana Dvorak hat für 2020 auch einige Ideen, um Gifhorns Weihnachtsmarkt attraktiver zu gestalten.

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