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Gifhorn Stadt Weg frei für neues Baugebiet am Lehmweg
Gifhorn Gifhorn Stadt Weg frei für neues Baugebiet am Lehmweg
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16:13 18.06.2019
Neues Baugebiet geplant: Der Rat der Stadt Gifhorn hat jetzt die Aufstellung des B-Plans Lehmweg Süd beschlossen. Quelle: Sebastian Preuß Archiv
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Gifhorn

Der Weg ist frei für etwa 120 weitere Wohneinheiten in Gifhorn: Der Rat der Stadt beschloss am Montagabend, den Bebauungsplan Lehmweg Süd aufzustellen.

Partnerstädte sind Namensgeber

Die Planung sieht vor, etwa 60 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 60 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau zu schaffen. Darüber hinaus soll in dem Gebiet eine Kindertagesstätte entstehen. Die beiden Straßen will die Stadt nach Partnerstädten benennen: Korssuner Ring und Dumfrieser Ring.

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Ja zum Hospiz-Bau

Grünes Licht gab der Rat auch für den Bau des Hospizes zwischen AOK und Lindenstraße im Rahmen des Bebauungsplanes Innenstadt. Eine Vorprüfung habe ergeben, dass der Bau keine Beeinträchtigung auf das FFH-Gebiet der Aller mit sich bringe.

Der Rat beschloss auch die Umsetzung des IT-Betriebskonzeptes für die städtischen Schulen. Die Verwaltung ist nun beauftragt, Personal, Organisation und Geld bereit zu stellen und das Konzept zu erarbeiten.

Sozialer Wohnungsbau: Kommunale Förderung

Zu allererst soll das Land Niedersachsen sozialen Wohnungsbau fördern, doch im Zweifelsfall greift auch die Stadt ein. Das sieht die Richtlinie der kommunalen Förderung vor, die der Rat verabschiedet hat. So soll es von der Stadt Gifhorn Geld geben, wenn das Vorhaben zu den förderfähigen Maßnahmen nach den Richtlinien gehört, aber nicht ins Wohnbauförderprogramm des Landes kommt oder dort für eine gewisse Zeit zurück gestellt wird.

Der Rat hat außerdem die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten neu besetzt. Die Aufgabe übernimmt Sevdeal Erkan-Cours, die sich in der Sitzung kurz vorstellte.

Der Rat beauftragte die Verwaltung, in den Sitzungen vor den Haushaltsberatungen den Energieverbrauch – getrennt nach Strom und Heizung – aller städtischen Gebäude aufzulisten. Ziel sei es, eine Reihenfolge von Energiespar-Maßnahmen aufzustellen.

Und noch mehr Hausaufgaben für die Verwaltung: Bis zum Jahresende soll sie eine Strategie zur künftigen Ausrichtung der Stadtentwicklung ausarbeiten und dabei auch Punkte aus politischen Anträgen einbeziehen.

Der Rat segnete außerdem die Änderung des Gesellschaftsvertrages der Wasserwerk GmbH ab. Der Aufsichtsrat der künftig allein der Stadt gehörenden Einrichtung soll aus sechs Personen bestehen, die die Stadt benennt. Einen Antrag der AfD, den Aufsichtsrat auf elf aufzustocken, damit alle Fraktionen vertreten sind, lehnte die Mehrheit ab.

Die Gifhorner Boxmühle heißt künftig Johann-Trollmann-Halle. Namensgeber Johann-Wilhelm „Rukeli“ Trollmann, in Wilsche geboren, wurde im Juni 1933 Deutscher Meister im Halbschwergewicht. Der Titel wurde dem Sinti aberkannt. Trollmann kam 1942 ins KZ Neuengamme und wurde 1944 im KZ Wittenberge erschlagen.

Von Dirk Reitmeister