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Gifhorn Stadt Weg frei für neue Fischtreppe an der Ise
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19:00 25.01.2019
Vertrag unterzeichnet: Der Landkreis hat von der Eigentümerfamilie die Wasserrechte für die Cardenapmühle übernommen. Quelle: Cagla Canidar
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Gifhorn

Ausgerechnet der Eingang ist verriegelt und verrammelt – zumindest aus Sicht der Fische. Kurz hinter der Mündung in die Aller kommen sie nämlich nicht mehr weiter, wollten sie die Ise stromaufwärts abgrasen. An der Cardenapmühle ist allerdings kein Durchkommen. Der alte Fischpass von 1990 ist kaputt, sagt Landrat Dr. Andreas Ebel.

„Die Ise habe ich mir auf voller Länger angeschaut – ein geschundener Lauf“, sagt Ebel. „Sie ist stark begradigt.“ Zur Renaturierung gehöre die Durchlässigkeit. An der Wassermühle Wahrenholz sei der Weg für Fische längst frei. Damit an der Cardenapmühle in Gifhorn eine neue Fischtreppe gebaut werden kann, hat der Landkreis Gifhorn jetzt von der Eigentümerfamilie Liedtke die Wasserrechte übernommen.

Am Freitag war Vertragsunterzeichnung im Schloss. „Ich freue mich wirklich darüber“, sagte der Landrat. Das Alte Wasserrecht beinhalte den Aufstau der Ise an der Wehranlage der Mühle und die Nutzung des Flusswassers zum Betrieb der Mühle. Deren Betrieb ist seit 2007 eingestellt, und so ist es für Jörg Liedtke kein Problem, die Wasserrechte abzutreten. „Wir stehen dem nicht im Weg.“

Einen Termin für den Bau der Fischtreppe gebe es noch nicht, sagt Wasserwirtschaftler Ulf Kehlert von der Kreisverwaltung. Der Aller-Ohre-Verband werde das Projekt umsetzen und habe schon Fördermittel beantragt. „Wir rechnen mit zwei Jahren.“ Der Wasserstand der Ise und damit von Mühlensee und Schlosssee sollen oberhalb der Wehranlage gehalten werden.

Von Dirk Reitmeister

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