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Gifhorn Stadt Was die Anlieger am Laubberg stört
Gifhorn Gifhorn Stadt Was die Anlieger am Laubberg stört
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20:00 23.07.2019
Razzia an der Braunschweiger Straße: Der Bereich rund um den Laubberg hat sich zu einem Drogen-Brennpunkt entwickelt. Anwohner beklagen der Verlust des Idylls. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Vom grünen Idyll zum sozialen Brennpunkt: Der Laubberg in Gifhorn macht wenig schmeichelhafte Schlagzeilen. Anwohner beklagen seit längerem Probleme mit wildem Campen und Alkoholmissbrauch. Spätestens seit der Großrazzia der Polizei weiß ganz Gifhorn, dass dort auch ein Drogen-Brennpunkt ist. Die Ordnungsbehörden wollen auch weiter durchgreifen.

„Zelten, campen, Feuer machen“, zählt ein Anwohner auf, der nicht namentlich genannt werden will. Neulich seien junge Männer aufs Grundstück gekommen. „So geht es nicht.“ Und dann der Müll, der die Grünanlage verschandele: „Schön ist was Anderes.“ Einige Leute kämen bis an den Zaun und verrichteten dort ihre Notdurft. Oder Anderes. „Tempotaschentücher liegen da rum.“

Der DRK-Kreisverband hat bereits Konsequenzen aus solch schwieriger Nachbarschaft gezogen und den Eingang zur Sozialstation zur Sicherheit der Beschäftigten mit einer Videokamera versehen. Abends und am Wochenende seien Mitarbeiterinnen schon „unerwünscht angesprochen worden“, begründet Vorstand Sandro Pietrantoni diese Maßnahme.

Denn der Trampelpfad vom Penny-Parkplatz in den Laubberg verlaufe genau dort entlang. „Deswegen machen wir uns da Sorgen“, sagt Pietrantoni. Da lägen auch immer wieder Drogenbestecke wie Spritzen herum. Auch für die Bewohner und Besucher des Ackmann-Hauses sei der Laubberg keine Topadresse mehr für Spaziergänge.

„Es ist ein Problem, wir müssen schauen, wie wir damit umgehen“, sagt Pietrantoni. Man suche das Gespräch mit den Menschen. „Einige lassen auch mit sich reden.“ Andere kümmerten sich nicht um das Anliegen ihrer Umwelt. Man sollte sich dann „diplomatisch“ zurück ziehen.

Seit August 2018 haben Kriminalhauptkommissar Karsten Schulze und seine Kollegen vom für Drogendelikte zuständigen Fachkommissariat ein besonderes Auge auf diesen Brennpunkt. Das Team habe seitdem bis Juni dieses Jahres 57 Straftaten rund um Betäubungsmittel, Gewalt und Diebstähle verzeichnet. „Nicht der einfach Ladendiebstahl bei Famila“, schränkt Schulze ein. Sondern Taten, die mit dem Drogenkonsum in Verbindung standen – vom Fahrraddiebstahl bis zur räuberischen Erpressung. Die Ermittler seien nicht nur nach Hinweisen aus der Bevölkerung gekommen, sondern hätten immer wieder auch in Eigeninitiative vorbei geschaut.

Diese Drogen sind in Gifhorn gefragt

Zum Aufputschen die Luxusdroge Kokain sowie Amphetamine und Exstasy, zum Chillen der Klassiker Marihuana: Das sind laut Kriminalhauptkommissar Karsten Schulze im Kreis Gifhorn die aktuell angesagten Drogen. Vor allem Kokain und Amphetamine fielen zurzeit verstärkt auf. Kaum ein Thema sei dagegen die besonders gefährliche Droge Crystal Meth. Darüber ist Schulze froh, denn Meth mache bereits nach einmaligem Konsum sofort körperlich abhängig und schädige das Nervensystem.

Daraus resultierte am Freitagabend die Großrazzia mit 300 Beamten, die 44 Personalien aufnahmen, einen per Haftbefehl Gesuchten kassierten und 50 Gramm Marihuana sicher stellten. Gifhorns neuer Polizeichef Thomas Bodendiek kündigt an, weiterhin ein Auge auf den Laubberg zu haben – wenn auch nicht mit einem solchen massiven Personalaufgebot.

Von Dirk Reitmeister

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