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Gifhorn Stadt Warum die Stadt nach Blindgängern suchen lässt
Gifhorn Gifhorn Stadt Warum die Stadt nach Blindgängern suchen lässt
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18:00 24.03.2019
Umbau am Calberlaher Damm: Die Stadt lässt das Gelände vorsorglich nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg sondieren.
Umbau am Calberlaher Damm: Die Stadt lässt das Gelände vorsorglich nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg sondieren. Quelle: Lea Rebuschat Archiv
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Gifhorn

Nein, konkrete Hinweise auf mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gebe es nicht, sagt Rathaus-Sprecherin Annette Siemer auf AZ-Nachfrage. Aber man wisse ja nie. „Es handelt sich im Ausbaubereich aufgrund von Luftbildauswertungen und der Nähe zu Bahngleisen um eine sogenannte Kampfmittelverdachtsfläche.“

Sechs Bomben abgeworfen

Immerhin flogen im April 1945 amerikanische Bomber einen Angriff auf am Bahnhof Gifhorn-Stadt abgestellte Öltankwaggons. Sie warfen im Tiefflug etwa sechs Sprengbomben, die tiefe Löcher in die Gleisanlage des Bahnhofes Gifhorn-Stadt rissen.

Sondierung schon bei anderen Baumaßnahmen

Bereits bei den Baumaßnahmen Oldaustraße und Bahnhofstraße habe die Stadt deshalb Kampfmittelsondierungen vornehmen lassen, so Siemer. „Sobald Luftbildauswertungen oder historische Quellen den Verdacht auf Kampfmittel aufkommen lassen, wird im Zuge von Bauarbeiten der betreffende Bereich auf Kampfmittel untersucht.“ Bislang seien bei städtischen Baumaßnahmen aber keine Blindgänger gefunden worden.

Weltkriegsrückstände nicht ausgeschlossen

Auch am Calberlaher Damm befürchte die Verwaltung keine Komplikationen. „Da die Ausbautiefe zur Grunderneuerung von Verkehrsflächen nicht so groß ist, wird nicht unbedingt mit Weltkriegsrückständen gerechnet“, sagt Siemer. „Es ist jedoch auch nicht auszuschließen.“

Von Dirk Reitmeister