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Gifhorn Stadt Warum Hunde wieder an die Leine müssen
Gifhorn Gifhorn Stadt Warum Hunde wieder an die Leine müssen
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20:00 15.04.2019
Brut- und Setzzeit: Noch bis 15. Juli müssen Hunde an der Leine bleiben. Viele Halter missachten das. Quelle: dpa
Gifhorn

„Bei erwachsenen Hasen hat der Hund keine Chance“, sagt Gifhorns Hegeringleiter Joachim Keuch. „Aber er kann das Jungtier erwischen.“ Oder der Hund scheuche Elternvögel auf. Was für das Gelege fatale Folgen haben kann. Schnell holten sich Krähen die Eier. „Die haben ein Auge dafür. Es ist unglaublich, was die aus der Luft erkennen können.“ Oder die Gelege kühlten aus, wenn die Elterntiere davon gescheucht wurden und nicht so bald wieder zurück kehrten, sagt Ernst-Dieter Meinecke, Vorsitzender der Kreisjägerschaft.

„Viele halten sich nicht an die Leinenpflicht“, sagt Keuch. „Die Uneinsicht vieler Hundehalter war auch ein Thema“, berichtet Meinecke von der jüngsten Zusammenkunft mit den Vertretern der Hegeringe. Den Hunden will er keinen Vorwurf machen. Die hätten nun einmal ihren Jagdtrieb und ihre Neugierde. Und unangeleint kämen sie den Gelegen schnell ins Gehege. Deshalb habe die Leinenpflicht „gute Gründe“.

Zu den typischen Antworten von Hundebesitzern, ihre Hunde würden nicht wildern, kann Meinecke nur sagen: „Das weiß das Reh nicht, das weiß der Vogel nicht und auch der Junghase nicht.“ Ein frei laufender Hund sei von Natur aus eine Bedrohung für sie und damit Stress.

„Das ist kein Hundemobbing, das ist Gesetz“, sagt auch Keuch, der in den zurück liegenden Wochen schon einige Hundehalter angesprochen hat. „Aber immer nett und höflich – wie es in den Wald hinein schallt, so kommt es auch raus.“ Er sieht die Argumente auf seiner Seite: „Das Niederwild hat es schon schwer genug.“ Die Lebensräume seien eingeschränkter als früher. Beispiel: Es fehlten Blühstreifen und damit Insekten als Nahrung für junge Vögel.

Bärbel Rogoschik vom Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde schließt sich den Argumenten von Meinecke und Keuch an, verlangt aber auch von den Jägern, dass ihre Hunde genauso angeleint bleiben. Aus Rogoschiks Sicht gehen Störungen für wilde Tiere nicht allein von Hunden aus. Frei laufende Katzen seien ebenfalls eine Gefahr für Jungvögel. Mountainbiker und Wanderer, die querfeldein unterwegs seien, störten genauso in der Aufzucht von Jungwild. Sie entdecke im Viehmoor auch jedes Jahr aufs neue zahlreiche überfahrene Ringelnattern. Spazierfahrten mit dem Auto durch den Wald müssten nicht sein. Ihr Appell: Den Wagen am Wanderparkplatz abstellen und zu Fuß auf den Wegen gehen. „Das schafft Naturverständnis und eine gewisse Entschleunigung.“

Von Dirk Reitmeister

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