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Gifhorn Stadt Warum Chefs noch mehr um Lehrlinge buhlen
Gifhorn Gifhorn Stadt Warum Chefs noch mehr um Lehrlinge buhlen
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06:00 26.03.2019
Das Jahr ohne Abiturienten: 2020 verlassen keine Gymnasiasten mit Abschluss ihre Schule. Arbeitgeber müssen sich also auf weniger Bewerber einstellen. Quelle: dpa
Gifhorn

Aktuell vermeldet die Agentur für Arbeit fast ein Eins-zu-eins-Verhältnis zwischen offenen Lehrstellen (700) und Bewerbern (775). Doch diese Zahlen trügen, so Agenturchef Ulf Steinmann. Nebenan in Wolfsburg gebe es 577 Bewerber für 1358 Stellen. Was hinzu kommt: Nicht immer passten Bewerber und Lehrstelle zusammen – und nicht jede Branche ist bei den jungen Leuten angesagt, umgekehrt nicht jeder Bewerber für jede Stelle qualifiziert.

Konkurrenz wird größer

Ausbildungsprämien, Zuschüsse für Führerscheine, Übernachtungsgutscheine verschenken: Mit solchen Ideen hübschen sich die Firmen laut Steinmann auf, um Bewerber für sich zu gewinnen.

In diesem Jahr sollten sie sich noch mehr anstrengen und verschiedene Strategien gleichzeitig fahren, rät Steinmann. Der Grund: 2020 verlässt wegen der Umstellung auf das Abitur nach neun Jahren kein Schüler mit Abschluss ein Gymnasium. „Die Konkurrenz um Bewerberinnen und Bewerber mit Abitur beziehungsweise Fachhochschulreife wird größer sein.“

Zahl der Stellen erhöht

Der Landkreis Gifhorn als Arbeitgeber rechnet im normalen Jahr mit 90 Bewerbungen für Berufe mit Abitur, sagt Kreisrat Mirco Schmidt. Im kommenden Jahr werde sich die Zahl wohl auf 60 reduzieren. Bildete der Landkreis bislang acht junge Leute pro Jahr aus, habe er in diesem Jahr die Stellen auf elf erhöht, um vorzubeugen. Gleichzeitig präsentiere er sich verstärkt auf Ausbildungsplatzbörsen als attraktiver Arbeitgeber.

Überdurchschnittliche Entlohnung

Auch die IAV, die zurzeit 16 junge Leute in Gifhorn unter anderem zu Kaufleuten, Mechatronikern und Elektronikern ausbildet, rechnet mit deutlich weniger Bewerbern als jüngst jene 204. „Der fehlende Abiturjahrgang 2020 wird die Besetzung der Ausbildungsstellen erschweren“, sagt Unternehmenssprecher Markus Mrozek. Dennoch wolle die IAV auch 2020 geeigneten Nachwuchs gewinnen –unter anderem mit einer umfassenden Prüfungsvorbereitung, 30 Tage Urlaub und einer überdurchschnittlichen Entlohnung.

Bewerber aus Sachsen-Anhalt

Ganz ohne Abiturienten müssen die Arbeitgeber auch 2020 nicht auskommen, sagt Kreisrat Schmidt. Aus anderen Schulen – etwa Fachoberschulen oder Gymnasien im beim G8-System verbleibenden Sachsen-Anhalt – kämen einige.

Von Dirk Reitmeister

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