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Gifhorn Stadt Versuchter Räderklau und viel Nebel: Trio verurteilt
Gifhorn Gifhorn Stadt Versuchter Räderklau und viel Nebel: Trio verurteilt
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19:00 12.12.2019
Räderklau und Schlägerei: Ein Trio musste sich jetzt vor dem Amtsgericht Gifhorn verantworten. Quelle: Archiv
Gifhorn

Da hatten Staatsanwältin und Richter ein ganz dickes Brett zu bohren: Am 14. Dezember vergangenen Jahres soll ein Trio zwei Gifhorner (20 und 23 Jahre) auf dem Penny-Parkplatz an der Braunschweiger Straße übel attackiert haben. Auch um gestohlene Fahrräder ging es und wer wen zum Diebstahl angestiftet haben soll. Viel heiße Luft musste während der Verhandlung abgelassen werden. Zum Schluss standen die gemeinschaftliche Körperverletzung sowie der versuchte Diebstahl als Vorwurf im Raum.

Alle drei haben ein langes Sündenregister

Für die drei Angeklagten ging es um einiges. Alle haben ein ellenlanges Vorstrafenregister. Einer von ihnen musste sogar in Handschellen in den Gerichtssaal geführt werden, weil er gerade eine mehrmonatige Strafe absitzt. Der 38-Jährige machte seinem Unmut über die neuen Vorwürfe erst einmal gehörig Luft. Er habe damit gar nichts zu tun und werde auch nichts gestehen, was er nicht getan habe. Sein Verteidiger räumte lediglich ein, dass sein Mandant in einem Laden in Gifhorn Tabak im Wert von 60 Euro gestohlen haben soll.

Abstreiten war erst die Marschroute

Die Marschroute Abstreiten verfolgten seine beiden Kumpels auch. Ihre Pflichtverteidiger gaben den drei Männern jedoch zu verstehen, dass es in ihrem eigenen Interesse sei, Vorwürfe einzuräumen. Laut Staatsanwaltschaft sollen die drei Fahrräder auf dem Parkplatz gestohlen haben und sich in dem Zuge mit den beiden Opfern angelegt, sie geschlagen, getreten und mit einem Messer gedroht haben. Die Empörung auf der Anklagebank kannte erst einmal keine Grenzen. Bis einer von ihnen die Flucht nach vorne antrat. Demnach seien sie von den jungen Männern mit 300 Euro geködert worden, um dafür zwei Fahrräder zu stehlen. Danach soll eine mehrköpfige Gruppe aus dem Wald gestürmt sein, um mit einer Art Zwille Jagd auf sie zu machen. Wer von den dreien nun genau was gemacht oder nicht gemacht hatte, blieb im Dunkeln.

Zeugen verstricken sich in Widersprüche

Aufklärung versprach, die Opfer in den Zeugenstand zu rufen. Doch beide verstrickten sich in immer neue Versionen des Vorfalls. Mal soll das Trio vier Räder gestohlen haben, mal sollten es nur zwei gewesen sein, mal hätten alle geprügelt, mal sollen es nur zwei gewesen sein. Der Richter hielt den Zeugen nicht nur diese Widersprüche vor. Auch deutliche Abweichungen zu den polizeilichen Vernehmungen stellte er fest. „Keine Fragen mehr“, kürzte er ab. Und auch die Staatsanwältin schloss sich mit energischem Kopfschütteln an.

„Zeugen unglaubhaft“

Für sie waren die „Zeugen unglaubhaft“. Deshalb reduzierte sich juristisch der Vorwurf auf versuchten Diebstahl. Für den, der bereits in Haft sitzt, kamen noch einmal zwei Monate Strafe drauf, weil er für 60 Euro Tabakwaren in einem Laden gestohlen hatte. Für seinen 33-jährigen Kumpel setzte es eine zweimonatige Bewährungsstrafe wegen versuchten Diebstahls, der Dritte im Bunde muss dafür 60 Tagessätze zu 60 Euro als Strafe zahlen.

Von Andrea Posselt

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