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Gifhorn Stadt VLG: Busfahrer verzweifelt gesucht
Gifhorn Gifhorn Stadt VLG: Busfahrer verzweifelt gesucht
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19:01 20.08.2019
Busfahrer händeringend gesucht: VLG-Chef Stephan Heidenreich, Landrat Dr. Andreas Ebel und stellvertretender Betriebsleiter Sven Glowniewski (v.l.). Quelle: Foto: Andrea Posselt
Landkreis Gifhorn

Händeringend sucht die VLG nach Busfahrern. Schon jetzt ist die Personladecke dünn, kreativ werden Lücken gestopft, damit die Gifhorner wie gewohnt ihre Linien nutzen können. Doch langsam wird’s eng, sagt Geschäftsführer Stephan Heidenreich. Seine ganze Hoffnung hängt gerade am Wirken der Deutschen Botschaft in Serbien.

„An manchen Tagen ist es jetzt schon ein Kampf“

Das Problem hat die VLG schon länger im Blick. 100 Fahrer fahren für die VLG, bei den Subunternehmen sind es noch einmal so viel. Aber größere Engpässe darf es nicht geben. „An manchen Tagen ist es jetzt schon ein Kampf. Ich mag gar nicht an eine Grippewelle denken“, sagt Heidenreich.

Der Landkreis setzt sich stark ein

Immer weniger scheinen dem Beruf des Busfahrers etwas abgewinnen zu können. „Das ist wie in anderen Berufen auch. Wir suchen händeringend Personal,“ sagt Landrat Dr. Andreas Ebel. Der Landkreis kooperiere mit der Wolfsburg AG, werbe beim Jobcenter und anderen Stellen um Mitarbeiter. Ein Hoffnungsschimmer liegt im Ausland: In Serbien konnten 15 Kandidaten angeworben werden. Die waren auch schon zum Vorstellungsgespräch in Gifhorn, sind willens zu kommen. Der Landkreis würde eine Wohnung stellen, Sprachkurse vermitteln und die Neulinge unter die Fittiche nehmen. Alles könnte also gut sein.

Ärger wegen deutscher Botschaft

Aber aktuell ist gar nichts gut. Und bei dem Thema kommt VLG-Chef Heidenreich richtig in Fahrt. „Es hängt an der Deutschen Botschaft in Serbien. Wir warten schon ein halbes Jahr auf die Genehmigung.“ Er vermutet, die Botschaft sei aktuell einfach überlastet. Das macht das Problem für die VLG aber nicht weniger drängend.

Heidenreich hofft, dass sich spätestens im Herbst etwas tut. Denn dann müssten die Fahrer aus Serbien erst einmal in die Geheimnisse der Tarife und andere Besonderheiten eingewiesen werden.

VLG-Team stopft aktuell alle Lücken

Parallel grast die VLG auch weiter am deutschen Arbeitsmarkt. Zehn VLG-Busse fahren nun mit Heckwerbung, in den Bussen hängen Flyer aus. Sven Glowniewski, stellvertretender Betriebsleiter, warb schon auf Messen und in Sprachkursen um Mitarbeiter. Sogar Hilfe in Form eines Darlehens zum Erwerb des Busscheins gibt das Unternehmen. Bis das Erfolg zeigt, setzt Heidenreich weiter auf sein bestehendes Team, das Personallücken, auffängt. Sogar die Werkstatt hilft in Spitzenzeiten beim Fahren aus. Er lobt den Einsatz der Mitarbeiter: „Einen Notfahrplan brauchten wir Gott sei Dank noch nicht.“

Von Andrea Posselt

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