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Gifhorn Stadt Unkastrierte Katzen: Das Drama geht weiter
Gifhorn Gifhorn Stadt Unkastrierte Katzen: Das Drama geht weiter
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20:00 15.04.2019
Ein Herz für Katzen: Gabriele Asseburg-Schwalki bekämpft mit Helfern das Elend der Tiere. Quelle: Christina Rudert
Gifhorn

„Durch die Kastrations-Aktion haben wir ungewollten Katzennachwuchs und weiteres Katzenleid verhindert“, verweist Gabriele Asseburg-Schwalki auf die im vergangenen Jahr gegründete Kastrationsgruppe des Vereins. „Mit unserem Stammpersonal, das voll ins Tagesgeschäft eingebunden ist, wäre diese Arbeit nicht zu bewältigen gewesen“, zollte Asseburg-Schwalki den ehrenamtlichen Frauen Respekt. Vier ehrenamtliche Mitarbeiterinnen seien 2018 bei Wind und Wetter unterwegs gewesen.

„Ein Fass ohne Boden“

Die meiste Arbeit habe die Gruppe auf den Campingplätzen geleistet. „Die Campingplätze sind für uns ein Fass ohne Boden“, erklärt die Chefin des Tierschutzvereins. „Seit Jahren fangen wir dort nicht kastrierte Katzen ein, die zum Teil nicht zurückgebracht werden können, weil entweder der Fütterer weggezogen ist, im Krankenhaus liegt oder verstorben ist“, so Asseburg-Schwalki.

„Da es sich hier um wilde Katzen handelt, ist die Vermittlung sehr schwierig, da die Plätze auf Reiter- oder Bauernhöfen für Mausefänger besetzt sind“, verweist die Chefin des Tierschutzvereins auf die schwierige Situation der Unterbringung. Die seit November 2017 in Gifhorn gültige Kastrationsverordnung, die Besitzern von Freigängerkatzen vorschreibt, dass diese Katzen kastriert werden müssen, werde auf Campingplätzen nicht gelebt, kritisiert Asseburg-Schwalki.

Hausordnung gefordert

„Hier müssen wir die Betreiber der Campingplätze mit in die Pflicht nehmen“, fordert Asseburg-Schwalki eine Hausordnung auf Campingplätzen, die besagt, dass nur noch kastrierte Katzen mitgebracht werden dürfen und die vorhandenen Freigängerkatzen von ihren Besitzern kastriert werden müssen. „Sonst bekommen wir das Problem nicht in den Griff“, so Asseburg-Schwalki. Pro Tier würden Kastrationskosten von 100 Euro anfallen, weitere Kosten entstünden durch die Unterbringung nicht vermittelbarer Katzen. Der Verein könne diese Beträge nur durch Spenden gegenfinanzieren.

Asseburg-Schwalki fordert ein härteres Durchgreifen bei Verstößen gegen die seit zwei Jahren geltende Kastrationsverordnung: Bereits jetzt seien Ordnungsstrafe bis zu 5000 Euro möglich.

Von Uwe Stadtlich

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