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Gifhorn Stadt Was OHG-Schüler über Künstliche Intelligenz lernen
Gifhorn Gifhorn Stadt Was OHG-Schüler über Künstliche Intelligenz lernen
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17:20 03.09.2019
Workshops mit dem Turing-Bus: Am Gifhorner OHG gingen die Schüler der Künstlichen Intelligenz auf die Spur. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Computer und Maschinen, die scheinbar selbstständig lernen und handeln, durchdringen mehr und mehr den Alltag der Menschen. Stichwort: Künstliche Intelligenz. Der elfte Jahrgang des Gifhorner Otto-Hahn-Gymnasiums beschäftigte sich am Dienstag mit diesem Phänomen. Zu Gast war das mobile Informatik-Bildungsprojekt Turing-Bus, benannt nach dem britischen Informatik-Pionier Alan Turing – und dessen Aktive vermittelten den Schülern, dass es bei der Künstlichen Intelligenz um mehr geht als um Algorithmen und Programmierung.

Schüler sollen Künstliche Intelligenz hinterfragen

„Wir wollen Künstliche Intelligenz hinterfragen und Ängste abbauen. Wir wollen die Schüler aber auch an die ethischen Leitlinien in der Informatik heranführen“, sagt Turing-Bus-Referent Nikolas Becker. das war auch ein wichtiger Aspekt für Schulleiterin Susanne Pilarski. Sie sagte: „Künstliche Intelligenz ist ein spannendes Thema, weil es nicht nur um die Technik geht. Der Fortschritt ist faszinierend, birgt aber auch Gefahren.“

Bilder vom Projekttag

Der elfte Jahrgang des Gifhorner Otto-Hahn-Gymnasiums beschäftigte sich einen Tag lang mit dem Thema Künstliche Intelligenz. Neben spannenden Workshops gab es auch eine Projektpräsentation.

Fünf Workshops für die Schüler

Vor der Projektpräsentation standen für die Schüler fünf Workshops auf dem Stundenplan. Es ging um Chatbots, ethische Fragen in der Informatik, um ein Roboter-Gericht, neuronale Netzwerke und schließlich um die Frage: Wie kommen die Daten eigentlich in den Computer? Und dabei fanden die Schüler heraus, wie etwa ein Smarthome, ein Chatbot oder Programme zur automatischen Gesichtserkennung funktionieren. Sie bauten eine Ampelschaltung nach oder programmierten eine Lampe mit spezielle Effekten.

Künstliche Intelligenz und Verantwortung

Bei der Projektpräsentation tauchte schließlich immer wieder der Begriff Verantwortung auf. Wer trägt zum Beispiel bei autonom fahrenden Autos die Verantwortung für Unfälle? Wie schafft man es, dass bei einer automatischen Gesichtserkennung wirklich nur die gesuchten Gesichter herausgefiltert werden? Und wer ist für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Unmengen von Daten verantwortlich, die mittlerweile gesammelt werden?

Es geht um Algorithmen

„Künstliche Intelligenz hat am Ende wenig mit Intelligenz zu tun, sondern es geht vor allem um Algorithmen“, sagte Referent Nikolas Becker. Dem pflichtete eine Schülerin bei: Künstliche Intelligenz sei immer eine Summe der Programmierung. Am Ende gebe es immer Entscheidungen, die von Menschen gefällt werden müssten.

Der Turing-Bus im Wissenschaftsjahr 2019

Der Turing-Bus ist ein mobiles Bildungsangebot der Gesellschaft für Informatik und der Open Knowledge Foundation im Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Weitere Informationen gibt es unter www.turing-bus.de

Ziel des Projektes ist es, den Begriff der Künstlichen Intelligenz in Workshops und Diskussionen zu entzaubern. 15- bis 19-jährige Schüler und Schülerinnen im ländlichen Raum lernen dabei, kritisch mit den Begriffen KI und Maschinenlernen umzugehen.

Als Künstliche Intelligenz gelten Computersysteme, Maschinen und Roboter, die selbstständig lernen können.

Das Wissenschaftsjahr 2019 beschäftigt sich mit KI und folgenden Fragen: Wie funktioniert Künstliche Intelligenz? Wie gestaltet sich in Zukunft die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine? Welche Auswirkungen hat KI auf das Zusammenleben in der Gesellschaft? Wie bilde ich mich für den digitalisierten Arbeitsmarkt von morgen weiter?

Am Wissenschaftsjahr beteiligen sich Institutionen, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen.

Der Turing-Bus ist nach dem britischen Informatiker Alan Turing benannt. Er lebte von 1912 bis 1954 und gilt als einer der einflussreichsten Theoretiker der frühen Computerentwicklung und Informatik. Er schuf einen großen Teil der theoretischen Grundlagen für die moderne Informations- und Computertechnologie.

Turing-Bus nur zweimal in Niedersachsen

Und da sind auch die Elftklässler des OHG gefordert. Denn Informatik-Lehrerin Antje Silies hatte den Kontakt zum Turing-Bus auch hergestellt, um den Schülern eine Entscheidungshilfe bei der Wahl der Leistungskurse oder später des Studiums zu geben. „Zudem hilft der Turing-Bus ihnen, die Digitalisierung der Gesellschaft besser zu verstehen und kritisch zu hinterfragen“, sagte Silies. Übrigens war das OHG eine von nur zwei Stationen des Busses in Niedersachsen. Das freute Schulleiterin Susanne Pilarski besonders, denn sie sah in den Workshops eine „super interessierte und motivierte Schülerschaft“. Und eine Schülerschaft, die nun auch Verantwortung trägt. „Denn ihr seid diejenigen, die bestimmen werden. Ihr müsst sagen, was ihr in der Gesellschaft haben wollt“, sagte Prof. Deborah Weber -Wulff, eine der Expertinnen des Turing-Busses.

Von Christian Albroscheit

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