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Gifhorn Stadt Darum haben ASG-Fahrer jetzt ein drittes Auge
Gifhorn Gifhorn Stadt Darum haben ASG-Fahrer jetzt ein drittes Auge
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21:06 22.11.2019
Das dritte Auge gegen den Toten Winkel: Reinhard Meier und seine Kollegen vom ASG haben jetzt Abbiegeassistenten. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Erst der Bauhof, jetzt der Abwasser- und Straßenreinigungsbetrieb der Stadt Gifhorn: Diese rüstet ihre Lastwagen mit einem Abbiegeassistenten gegen den Toten Winkel aus. Zwei Unimogs für den Winterdienst und zwei Lastwagen für die Kanalspülung sind oder werden gerade mit Kameras versehen.

Reinhard Meier muss bei seinem Job immer bei der Sache sein, und jetzt naht die Zeit, wo das besonders anstrengt. Der Schlosser des ASG ist auch im Winterdienst tätig. Und das ist kein leichter Job. „Man muss konzentriert fahren, die Straßen werden immer enger.“ Zum Beispiel durch bauliche Verkehrsberuhigungen, aber auch durch Autos, die nicht nur dort parken, wo sie es sollen oder dürfen.

Eine große Hilfe: Der Tote Winkel wird auf dem Sieben-Zoll-Monitor im Führerhaus sichtbar. Quelle: Sebastian Preuß

Und dann kommt noch ein weiterer Stressfaktor dazu. „Es gibt wirklich Situationen in der Stadt, wo aus dem Nichts Radfahrer auftauchen, die meinen, dass wir sowieso bremsen.“ Oft dunkel gekleidet und ohne Licht. Auch Fußgänger fordern Meiers volle Aufmerksamkeit, besonders wenn deren Hunde an der langen oder an gar keiner Leine sind und so dicht an die Straße geraten.

Drei Außenspiegel reichen nicht

Brenzlig wird es, wenn diese Verkehrsteilnehmer im so genannten Toten Winkel an der Beifahrerseite des Unimogs abtauchen. Der Wagen hat schon drei Außenspiegel rechts, aber die decken bei weitem nicht alles ab, weiß Meier. Er ist froh, dass er jetzt einen Abbiegeassistenten hat, eine kleine Kamera über der Beifahrertür und einen Sieben-Zoll-Monitor im Führerhaus. „Mit der Kamera kann man weit gucken.“

So warnt der Abbiegeassistent

Ein grüner Rahmen umzieht auf dem Monitor jenen Toten Winkel, er leuchtet rot, sobald die Kamera dort eine Bewegung registriert. Blinkt Meier nach rechts, ertönt zusätzlich auch noch im Führerhaus ein lauter Warnton.

Diese Fahrzeuge sind nachgerüstet

Zwei Unimogs – einer ist noch in der Umrüstung – und zwei Kanalspül-Lastwagen hat der ASG nachgerüstet, sagen Chef Peter Futterschneider und Einsatzleiter Dirk Kackstein. Pro Fahrzeug koste das 2 500 Euro. „Die Kommunen müssen Vorbilder sein“, sagt Bürgermeister Matthias Nerlich, warum er die Nachrüstung des Abbiegeassistenten in die Wege geleitet habe. So wie im vorigen Jahr beim Bauhof bei der Neuanschaffung eines Kippers.

Appell an Radfahrer und Fußgänger: Aufpassen!

Reinhard Meier hat das neue System jedenfalls überzeugt. Er hofft allerdings, dass sich Fußgänger und Radfahrer nun nicht allein darauf verlassen, dass dank der Technik nichts mehr passieren könne. Ohne Aufmerksamkeit und Rücksicht auf beiden Seiten laufe nichts. Deshalb appelliert er an sie, sich im Dunkeln hell zu kleiden, beim Radeln das Licht einzuschalten und selber aufzupassen.

Von Dirk Reitmeister

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