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Gifhorn Stadt Täglicher Impuls: Martin Wrasmann über Gemeinschaft in Zeiten der Krise
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16:30 22.03.2020
Täglicher Impuls in der Aller-Zeitung: Pastoralreferent Martin Wrasmann schreibt Über Gemeinschaft in Zeiten der Krise. Quelle: dpa
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Landkreis Gifhorn

Der Beitrag aus der Reihe „Impulse“ stammt heute von Martin Wrasmann. Nach seinem Studium der katholischen Theologie in Münster arbeitete der Diplomtheologe in Hannover. Seit 1984 ist Martin Wrasmann als Pastoralreferent in der Gifhorner St. Altfrid-Gemeinde und im Bistum Hildesheim als stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Pastoral tätig.

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter Ihnen“, heißt es in einem Kirchenlied und in der Heiligen Schrift. Selten in der Vergangenheit ist diese Zahl bedeutsamer gewesen als jetzt. Die sozialen Kontakte sollen auf ein Minimum heruntergefahren werden, höchstens zwei oder drei. In der Botschaft des Evangeliums fragen die Menschen nach der Erfahrung der Gegenwart Gottes: zwei oder drei reichen schon, um die Nähe Jesu zu spüren, ist seine Antwort. Viele von Ihnen fragen sich in diesen Tagen, wie kann ich die Nähe Gottes spüren, wenn Kirchen geschlossen sind, Gebetsgemeinschaften nicht zusammenkommen können und die Dienste der Caritas und Diakonie fast eingestellt sind. Wie geht Gotteserfahrung, wenn Gemeinschaft nicht möglich ist?

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Angebote für Christen

Ich finde, da gibt es eine Menge Orte, Gott zu erfahren. Gerade jetzt stellen sich viele in den Dienst der Gemeinschaft durch Unterstützung, die sie anbieten. Mit dem Glockenläuten in unserer Stadt und den Dörfern täglich um 18 Uhr organisieren wir eine verlässliche Gebetsgemeinschaft, ebenso mit dem gemeinsamen Fürbittgebet, sonntags um 10.45 Uhr. Durch Telefondienste verlieren wir die älteren, gerade auch Alleinlebenden nicht aus dem Blick- und Hörfeld. Im persönlichen Gebet können wir uns jederzeit an Gott wenden und nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Sorgen der anderen. Nicht mehr zwei oder drei, Millionen von Menschen, weltweit, bilden jetzt eine Gemeinschaft, eine Schicksalsgemeinschaft, die uns zusammenschweißt und die auch dringend notwendig bleiben wird, wenn diese Krise einmal überwunden ist.

Kraft schöpfen aus der Nähe Gottes

Dass Sie aus der Nähe Gottes in diesen Tagen ein wenig Kraft schöpfen und Sie alle wissen dürfen, sie sind nicht allein sind, das wünsche ich Ihnen, Ihr Martin Wrasmann.

In Zeiten der Corona-Krise erscheint in der Aller-Zeitung jeden Tag ein Impuls-Text, geschrieben von Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus dem Kreis Gifhorn.

Von Martin Wrasmann

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