Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Nutrias bevölkern Regenrückhaltebecken – jetzt kommt ein Jäger
Gifhorn Gifhorn Stadt Nutrias bevölkern Regenrückhaltebecken – jetzt kommt ein Jäger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 19.12.2019
Nutrias sind zum Problem geworden an den städtischen Regenrückhaltebecken: Die ASG macht die Anwohner mit Hinweisschildern darauf aufmerksam, dass das Füttern der Tiere verboten ist. Quelle: dpa
Gifhorn

„Bitte keine Nutrias füttern“. Mit diesem Appell wendet sich die Stadt Gifhorn jetzt an die Anwohner nahe der Regenrückhaltebecken. Dort leben nach Angaben des Abwasser- und Straßenreinigungsbetriebs (ASG) der Stadt Gifhorn zunehmend mehr dieser Nager. Und sie sind laut ASG-Mitteilung „zum echten Problem geworden“.

Fütterungsverbot für Wildtiere

Obwohl ein generelles Fütterungsverbot für Wildtiere gelte, fütterten Anwohner die Tiere regelmäßig. Abgesehen davon, dass Brot und andere Lebensmittel keine artgerechte Nahrung sind, trage das Füttern dazu bei, dass sich die Tiere unverhältnismäßig vermehren. Am Regenrückhaltebecken an der Salzwedeler Straße habe sich die Population besonders stark vermehrt.

Mit Hinweisschildern will der ASG nun die Anwohner auf das Fütterungsverbot aufmerksam machen. „Durch das Überangebot von Nahrung vermehren sich nicht nur die Nutrias, es werden auch Ratten angelockt und das ökologische Gleichgewicht gerät ins Schwanken“, erklärt ASG-Betriebsleiter Peter Futterschneider. „Im schlimmsten Fall kommt es zum Sauerstoffmangel und das Gewässer kippt“, erklärt er.

Böschungen unterhöhlt

Zudem seien die technischen Anlagen des Regenrückhaltebeckens durch die Unterhöhlungen an den Böschungen gefährdet. Zum Schutz der Regenrückhaltebecken und zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichtes habe der ASG der Stadt Gifhorn deshalb einen hauptamtlichen Jäger der Landwirtschaftskammer Hannover beauftragt, die Nutrias an den Regenrückhaltebecken zu bekämpfen.

„Wasservögel und Nutrias sind auch in den Wintermonaten nicht auf das Füttern der Bürger angewiesen“, sagt Futterschneider. Es gebe in der Natur ausreichend Nahrung. Deshalb lautet sein eindringlicher Appell an die Anlieger: „Halten Sie das Fütterungsverbot ein.“

Von unserer Redaktion

Beute im Wert von mehreren tausend Euro machte ein Einbrecher am Mittwoch in Gamsen. Die Polizei hofft auf Zeugen.

19.12.2019

800 Veranstaltungen für 14000 Nutzer: Die Gifhorner Kreisvolkschule hat jetzt ihr erstes Semesterprogramm für 2020 vorgestellt. Das steht drin in dem Heft.

19.12.2019

Es bleibt dabei: Wer als Radfahrer oder Fußgänger die Dragenkreuzung passieren will, muss immer erst einmal Grün anfordern. Warum es länger dauert und dennoch besser so ist, erklärt die Landesbehörde.

19.12.2019