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Gifhorn Stadt Sport für die Kleinsten: Wenn die Windel-Liga schwimmt, turnt und tanzt
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20:07 21.02.2020
Große Gaudi: Niklas Gerecke - jetzt sieben Monate alt - tummelte sich schon im Alter von drei Monaten im 30 Grad warmen Wasser der Allerwelle. Quelle: Hilke Kottlick
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Gifhorn

Vergnügt paddeln sie durchs Wasser. Die Gesichter strahlen, die kleinen Arme rudern durch die Fluten. Wasser im Gesicht – macht nichts. Babyschwimmen ist angesagt in der Allerwelle in Gifhorn. Ein Spaß nicht nur für Mütter und Sprösslinge. Auch Marzena Krooß, Schwimmmeisterin mit Zusatzausbildung „Babyschwimmen“, hat sichtlich Freude an diesem Sport für die Jüngsten. „Jeweils 15 Babys nehmen pro Kursus teil“, berichtet sie. Das Alter der Kinder reicht dabei im ersten Kursus von drei bis sieben Monaten und im zweiten von acht bis 14 Monaten. „Anfangs werden die Kleinen an die Geräusche, das Wasser, die Temperaturen gewöhnt“, erzählt Marzena Krooß. Und dann geht es rein ins warme Nass – zum großen Spaß der kleinen Schwimmer.

Erster Schwimmkursus mit drei Monaten

„Wir haben bereits mit Niklas den ersten Kursus besucht, da war er drei Monate alt“, erzählt Nicole Gericke aus Gifhorn. Mittlerweile ist ihr kleiner Strahlemann sieben Monate alt und besucht quasi als „alter Hase“ schon das Angebot für die älteren Babys. „Er mag das total gern“, freut sich die Mutter über das Lächeln ihres Kindes und seine „gute Entwicklung“. Lena Bassanello aus Neudorf-Platendorf ist mit Töchterchen Sarah dabei.

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Sport für die Kleinsten: Ob Schwimmen, Tanzen oder Turnen, Hauptsache es macht Spaß. Denn dass Bewegung schon für die Jüngsten ganz wichtig ist, bestätigen alle Fachleute.

Zehn Monate ist die Kleine alt. „Ich finde es wichtig, dass sie das Wasser kennen lernt, ihre Motorik wird geschult und sie erlebt andere Kinder und deren Mamas“, begründet sie die Teilnahme am Babyschwimmen.

Angebote in Sportvereinen

 Sport und Freude an Bewegung bereits für die Kleinsten bieten auch die großen Gifhorner Sportvereine. Beim MTV Gifhorn sind es unter anderem Angebote wie „Die Kleinen ganz groß“. Bereits im Alter von neun Monaten bis zwei Jahren werden dabei den Zwergen Bewegungslandschaften angeboten, es wird gesungen und gespielt. Genauso gibt es Eltern-Kind-Turnen für Kinder bis drei Jahre. Auch bei der SV Gifhorn erobern die Kleinsten bereits ganze Turnlandschaften, es gibt Baby- und Abenteuer-Turnen.

Windelrocker in der Tanzschule

Sport und Spaß für Minis sind auch in Ballett- und Tanzschulen angesagt. „Ganz neu bei uns sind die Windelrocker“, berichtet Lutz Berger von der neuen Gruppe für Kinder ab 15 Monate in seiner gleichnamigen Tanzschule. Weiter geht es mit den Tanzmäusen und den Dance-Kids. „Sport ist so wichtig für Kinder“, sagt er und mag es kaum glauben, wenn „unsere Trainer den Kindern eine Rolle oder den Hopser-Lauf zeigen müssen. Die Kinder können das nicht mehr, es mangelt an Koordination“, erlebt er immer wieder. „Auch Rückwärts- oder Seitwärtslaufen fällt vielen schwer.“ Bergers Fazit: „Egal welche Sportart – Bewegung sollte sein, sonst bleibt alles auf der Strecke.“ Das finden auch Nadja Schrader mit ihrer Tochter Hannah (6) und Karoline Armbrecht mit Mia (7). Beide fahren die Kinder von Isenbüttel nach Gifhorn zum Tanzen, weil es das laut Karoline Armbrecht „bei uns nicht gibt“. Sie ist überzeugt: „Sport muss sein.“

Mal richtig auspowern

Ähnlich sieht das auch Irina Wagner-Hennicke von der Ballettschule Wagner. „Es ist so wichtig, dass sich die Kinder richtig auspowern und Spaß dabei haben“, sagt sie. Sie weiß, „dass zunehmend mehr Mädchen und Jungen unter Bewegungsmangel leiden.“ Dadurch kommen die Kinder „körperlich aus der Form“ und trauen sich – wie sie sagt – dann gar nicht mehr zum Sport. „Sie haben Angst, gehänselt zu werden, bleiben zu Hause vor dem Computer – ein Teufelskreis, aus dem sie allein kaum heraus kommen.“ Sie empfiehlt Eltern, bei der Auswahl des Angebotes auf die Neigungen des Kindes zu achten. Und sie rät dazu, den Sprössling zu Konsequenz zu drängen, auch wenn die Lust mal nicht so groß ist: „Du hast dir das ausgesucht, also gehst du hin und ziehst das – zumindest für eine bestimmte Zeit – auch durch.“

So früh wie möglich gegen Übergewicht

Krabbeln, laufen, springen, tanzen – „regelmäßige Bewegung im Kindes- und Jugendalter ist wichtig für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung“, empfiehlt auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Das bestätigt Dr. Klaus-Achim Ehlers, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung in Gifhorn. Dabei zählt er für die ganz Kleinen auch die Krabbelgruppen auf. Kirchen, das DRK sowie zahlreiche private Initiativen bieten Müttern mit Babys die Möglichkeit zu den gemeinsamen Krabbel-Aktionen. Der Mediziner warnt vor Bewegungsmangel. „Das fängt meist mit dem Daddeln am Computer mit 13 bis 14 Jahren an.“ Folge seien zunehmend mehr Kinder, die an Übergewicht leiden. Der Arzt empfiehlt deshalb, „so früh wie möglich mit Kindern Sport zu treiben“.

Von Hilke Kottlick

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