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Gifhorn Stadt Deshalb macht der Plastikmüll in Gifhorn richtig Spaß
Gifhorn Gifhorn Stadt Deshalb macht der Plastikmüll in Gifhorn richtig Spaß
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20:45 13.11.2019
So macht Plastikmüll Spaß: Über eine neue Spiel- und Kletterkombination freut sich der Kinderschutzbund Gifhorn. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Was Plastikmüll für eine Freude auslösen kann – jedenfalls in Form von schicken, neuen Spielgeräten: Auf dem Gelände des Kinderschutzbundes an der Winkeler Straße wurde am Mittwochnachmittag ein neues Kletter- und Rutschensemble eröffnet. Das Besondere: Die Geräte bestehen aus recyceltem Plastikmüll. Die Aktion ermöglichte die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“. Ein TV-Team drehte vor Ort, zu sehen ist das beim RTL-Spendenmarathon am Donnerstag, 22. November, ab 18 Uhr im TV.

Die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“ machte es möglich: Auf dem Gelände des Kinderschutzbundes in Gifhorn gibt es eine neue Attraktion – aus Plastikmüll.

Was für eine Geduldsprobe für die Kinder, die regelmäßig den Kinderschutzbund in Gifhorn besuchen. Seit letzter Woche nämlich steht das neue Spielgerüst schon. Ein Absperrband verbot bis Mittwoch das Herumtoben. Achim Tirocke, Vorstand der RTL-Stiftung, schaut lächelnd auf die ungeduldige Meute. „Das Projekt ist einzigartig.“ Nur in Gifhorn hat die Stiftung solch ein Plastikmüll-Gerät aufgebaut. „Ein Glücksfall für Gifhorn“, sagt er.

Das hat auch Claudia Klement vom Vorstand des Kinderschutzbundes Gifhorn realisiert. „Zuerst habe ich mich gefreut, dass wir nun etwas zur Schulung der Motorik – und dann noch draußen – bekommen.“ So konnte sich das Team auch genau wünschen, dass Kletter- und Balanciergeräte dabei sind. „Erst später ist mir aufgegangen, dass wir da auch was mit Umweltpädagogik draus machen.“ Das rund einen Hektar große Außengelände sei ja geradezu prädestiniert dazu, ergänzt Sabine Wyrwoll vom Vorstandsteam. Nun könne man an frühere Zeiten anknüpfen und „Pädagogik draußen ausleben“.

Plastikmüll-Spielplatz: Das steckt dahinter

Ein Spielplatz aus Plastikmüll – so ist das Projekt in Gifhorn entstanden: Am 21. September war Clean up day. Der Fernsehsender RTL rief aus diesem Anlass zum Plastikmüllsammeln auf. Die Fundstücke wurden gewogen und ordnungsgemäß entsorgt. Das Ergebnis: 185 000 Kilo Müll, davon 15 000 Kilo Plastik. Aus der gewogenen Menge machte der Recycling-Spezialist Westfalia dann gemeinsam mit der „Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e.V.“ Spielgeräte. Die laden nun Gifhorner Kinder zum Spielen auf dem Gelände des Kinderschutzbundes an der Winkeler Straße auf, seit 2009 ist die Einrichtung „RTL-Kinderhaus“. Entstanden ist ein 100 Quadratmeter großer Sechseckturm, in den Spielgeräte wie eine Freikletterwand, Balancierstufen, eine Rutschstange oder ein Kletteraufstieg integriert sind.

Claudia Klement ist nun noch mehr auf den Geschmack gekommen. „Vielleicht werden wir im Landkreis der Umweltspielplatz.“ So sei auch eine Ecke zum Thema Wasser vorstellbar, hat sie schon Ideen. Aber zunächst ist das Ausprobieren des neuen Plastikmüll-Gerätes angesagt. Und wie. Als Claudia Klement endlich die Schere in die Hand nahm und das Absperrband durchschnitt, gab es kein Halten mehr für die Kinder. Klettern, rutschen, balancieren – all das wollte ganz schnell ausprobiert sein. Für die erste Zwischenbilanz hatte da Mariam (8) wenig Zeit. Was ihr besonders gefällt? „Alles“ – eilte sie weiter und griff gleich wieder nach dem Kletterseil. Die fünfjährige Ava entschied spontan ihr Lieblingsgerät: „Die Brücke, weil man da hoch und runter gehen kann.“

Ausprobieren dürfen übrigens alle Gifhorner Kinder den neuen Spielplatz.

Von Andrea Posselt

Auch im dritten Vermarktungsgebiet ist die Quote von 40 Prozent erreicht: In den Samtgemeinden Brome und Meinersen sowie in Barwedel kann der vom Landkreis Gifhorn geförderte Glasfaserausbau beginnen. Der Anbieter Giffinet hofft auf weitere Abschlüsse.

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