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Gifhorn Stadt „So leicht die Welle, so tief das Meer“: Amüsante Lesung zum großen Thema Wasser
Gifhorn Gifhorn Stadt „So leicht die Welle, so tief das Meer“: Amüsante Lesung zum großen Thema Wasser
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11:22 17.11.2019
„So leicht die Welle, so tief das Meer“: Anja Alisch (rechts) und Barbara Luckas lasen im Kavalierhaus zum Thema Wasser. Quelle: Jörg Rohlfs
Gifhorn

Es ging um das Element Wasser bei der Lesung mit dem Titel „So leicht die Welle, so tief das Meer“ am Samstagabend, vorgetragen von Anja Alisch – und dem kurzfristig anberaumtem Überraschungsgast Barbara Luckas.

Komisch, mitunter besinnlich

Gereimt und prosaisch kam es daher, das Wasser, in meist komischen und mitunter besinnlichen Stücken. Die Liste der Urheber so lang wie der Bondi Beach reichte von Heine bis Marc Twain, die ihrer Protagonisten vom Klabautermann bis Käpt’n Blaubär. Und getreu dem Motto „Es singe, wem Gesang gegeben“ mischten Alisch und Luckas auch Lieder ins Portfolio des Abends.

Schon beim Einzug in die verwinkelten Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Kavalierhauses, wo das Ganze stattfand, sangen die beiden Freundinnen. Vom Schiff, das kommen wird und ihnen den Einen bringt, der sie so liebt wie keine. Ein paar schiefe Töne hievten den Schlager aus den 1960-ern irgendwie in die Zeit von Me-Too.

Geforderte und erbrachte Zugabe

Gut zwei Dutzend Zuhörer hatten bei freiem Eintritt ebenfalls den Weg gefunden und freuten sich hörbar über jede Pointe und insgesamt einen „so amüsanten Abend, den wir so nicht erwartet hätten“, wie am Ende nach lautem Beifall und vor der geforderten und erbrachten Zugabe die gastgebende Kulturvereinsvorsitzende Britta Scheller konstatierte.

Hering und Dramatik

Zwischen diesem Moment und Nana Mouskouri gab es auch noch das unter Fingerschnippsen vorgetragene „Sie hieß Mary-Ann“ von Freddy Quinn (Original „Sixteen Tons“), das Lied von einem Hering und einer Makrele, dessen trauriges Ende lustig war. Für etwas Dramatik sorgten der Fliegende Holländer und ein Stückchen auf mittelhochdeutsch (samt strophenweiser Übersetzung) über einen sagenhaften Seevogel, der nie an Land fliegt, aber zu sinkenden Schiffen und schreit.

Mit viel Schmackes

Wie hier wechselten sich Luckas und Alisch immer wieder ab im Vortrage, die darob mitunter zur szenischen Lesung geriet mit viel Schmackes bei der Intonierung, wie beim umgehenden, very british Wassergespenst. Apropos England: Sogar einen rein politischen Exkurs mit Makramee-Verdeutlichung wagte Anja Alisch, indem sie eines der Papierschiffchen, die umher lagen, Stück für Stück zerpflückte, während sie eine Brexit-Chronologie zum Besten gab – am Ende übrig blieb nach Auffalten des Papiers als bildlicher Aphorismus „das letzte Hemd“. Prost Mahlzeit!

Von Jörg Rohlfs

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