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Gifhorn Stadt Silvester: Hier ist in Gifhorn das Feuerwerk verboten
Gifhorn Gifhorn Stadt Silvester: Hier ist in Gifhorn das Feuerwerk verboten
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19:43 21.12.2019
Der Rest vom Fest: In der Innenstadt ist seit zehn Jahren das Böllern verboten, wo es erlaubt ist, muss der Bürger am Tag darauf seinen Feuerwerksmüll entsorgen. Quelle: Michael Franke Archiv
Gifhorn

Nur noch wenige Tage, dann wird Gifhorn wieder lautstark und mit viel Feuerwerk ein neues Jahr begrüßen – allerdings nicht in der Altstadt. Dort gilt wieder ein Feuerwerks-Verbot. Die Schwerpunkte, wo der Abwasser- und Straßenreinigungs-Betrieb der Stadt (ASG) danach aufräumen muss, liegen allerdings ganz woanders in der Stadt.

Immer mehr Städte in Norddeutschland erlassen Böller-Verbote, auch aus Sicherheitsgründen nicht nur für Gebäude. In Gifhorn ist seit inzwischen zehn Jahren das Abbrennen von privaten Feuerwerken zum Jahreswechsel in der Innenstadt verboten.

Brände von Fachwerkhäusern

Hintergrund war 2009 eine Änderung des Sprengstoffgesetzes. „Generell ist ein Abbrennen von Feuerwerk in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie insbesondere auch nahe von Reetdach- und Fachwerkhäusern verboten“, sagt Annette Siemer, Sprecherin der Stadt Gifhorn, auf Nachfrage der AZ. „In den vergangenen Jahren ist es Deutschlandweit leider häufig zu Bränden von Reetdach- und Fachwerkhäusern gekommen, so dass in vielen Städten und Gemeinden ein generelles Verbot von Feuerwerk durchgesetzt wurde.“

Böllern? Hier bitte nicht

Die Böller-freie Zone „umfasst die gesamte Innenstadt mit Steinweg und angrenzenden Straßen wie Torstraße, Cardenap, Bodemannstraße, Herzog-Franz-Straße und im Radius von 200 Metern rund um Fachwerkhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Kirchen sowie Krankenhäuser“. Die Stadt überlege bislang nicht, die Verbotszone noch weiter auszudehnen.

„Bis auf wenige Ausnahmen halten sich die Bürger daran“, sagt Siemer. Wer habe schon ein Interesse daran, Kosten für einen Brandschaden an einem historischen Gebäude zu tragen? Sollten Verstöße bekannt werden, leite die Stadt Bußgeldverfahren ein.

Hier wird am meisten abgebrannt

Die wahren Böller-Hotspots liegen in Gifhorn derweil woanders. Besonders viel Silvestermüll registriert der ASG an der Braunschweiger Straße, im Blumenviertel (Beerenweg, Blumenstraße), an der Celler Straße zwischen Stadthalle und B 4-Brücke, am Alten Postweg, an der Limbergstraße und am Herbert-Trautmann-Platz.

Wer kommt für die Reinigung auf?

Was für die Mitarbeiter des ASG nicht immer einfach sei, sagt Siemer. „Dabei stellen Batteriefeuerwerke sowie ausgebrannte Silvesterraketen mit Holzstab ein Problem dar, da die Kehrmaschine diese nicht aufnehmen kann.“ Der ASG gehe jedes Jahr nach Silvester nach einem Reinigungsplan vor, doch eine Sonderreinigung gebe es nicht, sagt die Stadtsprecherin. „Grundsätzlich ist jeder Bürger verpflichtet, seinen Böllerdreck selbst von der Straße zu entfernen.“

Von Dirk Reitmeister

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