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Gifhorn Stadt „Sicherer Hafen“: So kommt’s zum Trillerpfeifenprotest in Gifhorn
Gifhorn Gifhorn Stadt „Sicherer Hafen“: So kommt’s zum Trillerpfeifenprotest in Gifhorn
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18:11 13.12.2019
Gifhorn soll „Sicherer Hafen“ sein: Menschen aus dem gesamten Landkreis protestierten vor der Kreistagssitzung – darunter auch Fridays for Future. Quelle: Sebastian Preuß
Landkreis Gifhorn

Viele Initiativen im Landkreis haben sich zur Aktion „Sicherer Hafen Landkreis Gifhorn“ zusammengeschlossen – 30 Vertreter zeigten am Freitag vor Beginn der Kreistagssitzung im Schlossinnenhof Flagge und wollten die Politiker mit ihrer Anwesenheit dazu bewegen, einen entsprechenden Antrag der Grünen zu unterstützen. Auch einige Anhänger von Fridays for Future beteiligten sich. Was folgte war eine turbulente Diskussion im Kreistag zu dem Thema. Nach einer Stunde verließen zahlreiche Befürworter enttäuscht mit einem Trillerpfeifprotest den Rittersaal.

Weihnachtsbotschaft für Politiker

Den letzten Funken Hoffnung, der Landkreis möge sich offiziell zum sicheren Hafen vor allem für Flüchtlinge aus dem Mittelmeer ernennen, warfen sie in die Waagschale. Vor der Sitzung verteilten die Gifhorner Anhänger von „Sicherer Hafen“ an Politiker Flyer. Mit Auszügen aus der Weihnachtsgeschichte – „schließlich war Maria ja auch Flüchtling“, sagte Martin Wrasmann, Pastoralreferent der St.-Altfrid-Gemeinde. Er hoffte, dass die Kreistagspolitiker keinem Fraktionszwang unterliegen bei der Abstimmung. Auch Superintendentin Sylvia Pfannschmidt zeigte mit Flagge. „Ich möchte ein Zeichen gegen Rechts setzen. Wir dürfen keine Mauern bauen.“

Fridays for Future sind dabei

Einen weiteren Aspekt des Anliegens brachte Nils Streck von Fridays for Future zur Sprache: „Wir sind dabei, weil im Zuge des Klimawandels viele Menschen flüchten. Diesen müssen wir helfen.“ Henrik werner, Kreissprecher der Grünen: „Ich appelliere vor allem an die CDU, ihre christlichen Werte nicht zu vergessen und ein starkes Zeichen gegen Hass zu setzen.“

Eine Stunde Diskussion

Was alle da noch nicht ahnten: Mehr als eine Stunde diskutierte der Kreistag über den Grünen-Antrag, den Landkreis zum „Sicheren Hafen“ zu erklären. Das Ansinnen wurde schließlich mehrheitlich abgelehnt. Durch kam der Antrag, der Kreistag möge eine Resolution an die EU unterstützen, Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten. Hierführ gab es 24 Ja-Stimmen, 22 Politiker stimmten dagegen, zwei Enthaltungen gab es.

Von Andrea Posselt

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