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Gifhorn Stadt Security-Mitarbeiterin attackiert: Geldstrafe für Rötgesbütteler
Gifhorn Gifhorn Stadt Security-Mitarbeiterin attackiert: Geldstrafe für Rötgesbütteler
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10:00 19.03.2019
Prozess vor dem Amtsgericht: Einem Mann wurde eine Attacke auf eine Sicherheitsdienst-Mitarbeiterin vorgeworfen. Quelle: Archiv
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Gifhorn

Der Vorfall, der sich Ende September vergangenen Jahres in den frühen Morgenstunden im Zelt beim Isenbütteler Erntedankfest abgespielt hat, begann mit einem „Platzverweis“ für den 25-Jährigen, weil er an der Theke eingeschlafen war. „Ich habe eingesehen, dass ich gehen muss – eine Freundin hat mich und meinen Cousin nach Hauses gefahren“, wollte der Rötgesbütteler von einem Tumult vor dem Zelt erst später erfahren haben.

Die angegriffene Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes (34) aus Salzgitter schilderte die Ereignisse jedoch völlig anders. Sie habe von dem 25-Jährigen einen Tritt oder heftigen Schlag in den Rücken erhalten. Vorausgegangen seien Diskussionen und Streitigkeiten, bei denen sich auch der Bruder – sie erkannte ihn im Gerichtssaal wieder – eingemischt habe.

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Den Angriff auf seine Kollegin bestätigte auch ein Security-Mann (25) aus Braunschweig. Auch der Cousin des Angeklagten räumte ein, dass der Rötgesbütteler der Frau einen „Schubser“ gegeben habe.

Lediglich der Bruder des Angeklagten will „nichts mitbekommen haben“. „Ich habe auch mit keinem gesprochen“, gab sich der 21-Jährige wortkarg.

Staatsanwältin und Strafrichter waren sich am Ende einig: Der 25-Jährige habe die Security-Mitarbeiterin attackiert – das hätten die Zeugenaussagen eindeutig ergeben.

„Der Kleine Bruder hat einfach schlecht gelogen“, stellte die Staatsanwältin fest. Den 21-Jährigen erwarte ein Verfahren wegen Falschaussage, kündigte der Richter an.

Von Uwe Stadtlich