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Gifhorn Stadt Sechs Sexarbeiterinnen offiziell gemeldet
Gifhorn Gifhorn Stadt Sechs Sexarbeiterinnen offiziell gemeldet
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16:00 22.02.2018
Neues Gesetz wird umgesetzt: Sechs Prostituierte haben sich offiziell beim Landkreis gemeldet.
Neues Gesetz wird umgesetzt: Sechs Prostituierte haben sich offiziell beim Landkreis gemeldet. Quelle: Archiv
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Kreis Gifhorn

Die neue Regelung soll die Frauen vor Ausbeutung und Zwang schützen. Ein Bestandteil ist die Vorschrift, dass sie sich bei der Sozialbehörde – hier beim Landkreis Gifhorn – anmelden müssen. „Aktuell wurden im Landkreis Gifhorn sechs Anmeldebescheinigungen ausgestellt“, sagt Landrat Dr. Andreas Ebel auf AZ-Nachfrage. „Weitere Termine zur Anmeldung stehen aus.“

Und wo arbeiten die Frauen – im Sexmobil, im Bordell oder in privaten Wohnungen? „Darüber kann keine Aussage getroffen werden“, sagt Ebel. „Das Prostituiertenschutzgesetz sieht keine Datenerhebung vor.“

Dafür andere Maßgaben, die dem Landkreis als umsetzende Behörde viel Arbeit bescheren. Ebel spricht von einem „hohen Maß an personellen und finanziellen Kapazitäten“. „Dieses gilt sowohl für die gesundheitlichen Beratungen des Gesundheitsamtes als auch für die Informations- und Beratungsgespräche der Gewerbeabteilung des Landkreises Gifhorn.“ Seine Leute müssten darüber hinaus Erlaubnisanträge prüfen und Kontrollen vor Ort vornehmen.

Besonders knifflig ist dem Landrat zufolge die Verständigung mit den Frauen. Die meisten Sexarbeiterinnen im Kreis seien Ausländerinnen mit überschaubaren Deutsch-Kenntnissen. Ebel: „Der Landkreis Gifhorn beabsichtigt, Dolmetscher zur Sprachmittlung einzusetzen. In diesem Zusammenhang wird derzeit der Einsatz von Tele- und Videodolmetschern geprüft.“

Von Dirk Reitmeister