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Gifhorn Stadt Schläger muss 2600 Euro zahlen
Gifhorn Gifhorn Stadt Schläger muss 2600 Euro zahlen
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06:00 23.05.2019
Den Nebenbuhler ins Gesicht geschlagen: Ein 23-Jähriger bekam dafür nun die Quittung. Quelle: Archiv
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Gifhorn

Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Kontrahenten sei in den späten Abendstunden des 4. August zwischen 22 und 23 Uhr auf einem Sommerfest in Wittingen eskaliert, zitierte die Hildesheimer Staatsanwältin aus der Anklageschrift. Mit einem Faustschlag ins Gesicht habe der 23-jährige Produktionshelfer seinem Gegenüber das Nasenbein gebrochen. Am 25. August soll der 23-Jährige das Opfer zudem auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums mit den Schimpfworten „Hurensohn“ und „dreckiger Spast“ beleidigt haben.

Tatvorwürfe eingeräumt

„Er räumt die Tatvorwürfe ein, es tut ihm sehr leid“, verwies der Verteidiger des 23-Jährigen darauf, dass sein Mandant mit dem Opfer bereits aus eigenen Stücken eine Wiedergutmachungs-Zahlung in Höhe von 900 Euro vereinbart habe. 600 Euro dieser Summe seien bereits gezahlt worden, hatte der Verteidiger auf ein „positives Nachtatverhalten“ hingewiesen.

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Bei der Beschimpfung auf dem Parkplatz habe der 23-Jährige „etwas „Ehrenrühriges“ gesagt, so der Strafverteidiger. Den Begriff „Hurensohn“ habe er jedoch nicht verwendet, versicherte der 23-Jährige dem Gericht, dass diesen Anklagepunkt wenig später einstellte.

Es ging um eine Frau

„Bei dem Streit der beiden Männer ist es um eine Frau gegangen – was bleibt ist jedoch nicht die Frau, sondern lediglich die Narbe auf dem Nasenrücken des Opfers“, stellte der Richter in seiner Urteilsbegründung fest. Der 23-Jährige habe bei der Auseinandersetzung die Kontrolle verloren und alkoholisiert zugeschlagen, so der Richter. Positiv bewertete er die jedoch Tatsache, dass der 23-Jährige sich mit seinem Opfer zivilrechtlich geeinigt habe und inzwischen eine Wiedergutmachungs-Zahlung auf den Weg gebracht worden sei. Um die Körperverletzung zu ahnden, sei eine Geldstrafe darum ausreichend. Der 23-Jährige sei nämlich bisher noch nie strafrechtlich in Erscheinung getreten, führte der Strafrichter abschließend aus.

Von Uwe Stadtlich

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