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Gifhorn Stadt „Nur aus der Geschichte können wir lernen“
Gifhorn Gifhorn Stadt „Nur aus der Geschichte können wir lernen“
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20:19 19.09.2018
„Ich habe nie aufgegeben“: Sally Perel schilderte sein Überleben in der NS-Zeit. Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

„Es ist die Pflicht eines jeden Holocaust-Überlebenden junge Menschen widerstandsfähig zu machen gegen Populismus“, warnte Perel, der in Tel Aviv lebt, vor einem neuerlichen Rechtsruck in Deutschland. Angriffe auf Ausländer und jüdische Restaurants: „So hat es auch damals begonnen“, erinnert der 93-Jährige an den Aufstieg der Nazis. Diese Fehler dürften sich nicht wiederholen.

Intensiv mit der Geschichte auseinandersetzen

„Wir können nicht nur über Dichter und Denker sprechen und dabei Hitler und Himmler ausklammern“, rief Perel die Zwölftklässler auf, sich intensiv mit der Deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. „Denn nur aus der Geschichte können wir lernen“, berichtete der 93-Jährige im Anschluss darüber, dass er als 16-jähriger Jude die Uniform eines Hitler-Jungen anzog, um nicht getötet zu werden.

Ich habe nie aufgegeben

„Vier Jahre versteckt unter Todfeinden – ich habe nie aufgegeben, denn ich wollte nicht sterben, ohne jemals gelebt zu haben“, schilderte Perel seine Jugend. „Jude und Nazi in einem Körper – ich wurde zu meinem Feind“, schilderte er eindrucksvoll die auf Hass ausgerichtete Ideologie der Nationalsozialisten.

Menschenhass wurde geschürt

„Menschenhass wurde geschürt, doch wer den Bereich des Hasses betritt, betritt den Bereich des Verbrechens“, erinnerte Perel an Millionen ermordete Jugen. „Diesen Hass haben die Neonazis perfekt übernommen“, steht für den 93-Jährigen fest.

Auschwitz – Symbol für schlimmste Tragödie

„Unter den Uniformen der Nazis steckten keine Monster – und das ist das Erschreckende“, richtete Perel seinen Blick auf das Massenvernichtungslager Auschwitz. Auschwitz stehe als Symbol für die schlimmste Tragödie in der Menschheitsgeschichte. „Auschwitz war aber auch Selbstmord der deutschen Kultur“, erklärte der 93-Jährige.

Von Uwe Stadtlich

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