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Gifhorn Stadt Stadt soll auf Glyphosat-Einsatz verzichten
Gifhorn Gifhorn Stadt Stadt soll auf Glyphosat-Einsatz verzichten
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00:22 11.03.2019
Glyphosat ist in der Kritik: Die SPD möchte erreichen, dass die Stadt auf ihren Grünflächen zukünftig auf den Einsatz chemischer Unkrautvernichter verzichtet.
Glyphosat ist in der Kritik: Die SPD möchte erreichen, dass die Stadt auf ihren Grünflächen zukünftig auf den Einsatz chemischer Unkrautvernichter verzichtet. Quelle: Archiv
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Gifhorn

„Es muss endlich gehandelt werden“, sagt SPD-Ratsfrau Nicole Rudbach, die den Antrag gestellt hat und auf die Unterstützung der anderen Fraktionen hofft. Die Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft, spricht Rudbach von einer Gefahr. Das Land habe den Einsatz von Glyphosat auf öffentlichen Flächen und Grünland bereits untersagt.

Gesundheitsschutz im Vordergrund

„Der Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger muss an erster Stelle stehen“, fordert Rudbach, dass das Verbot endlich für die Stadt durchgesetzt wird. Für eingesetzte Dienstleister (Gartenbaubetriebe) müsse die Regelung selbstverständlich auch gelten. Eine Aufnahme des Verbotes in abzuschließende und zu verlängernde Pachtverträge sei ebenfalls notwendig.

Unterschriftenliste

Unterstützung erhält die SPD von der Gifhornerin Sabina Briegel (48). Bei einem Urintest ihres Sohnes (12) habe man Anfang 2018 festgestellt, dass dessen Körper mit dem umstrittenen Pflanzenschutzmittel Glyphosat hoch belastet sei, berichtet die 48-Jährige. „Immer mehr Kinder leiden darunter – auch in Gifhorn“, hat Briegel inzwischen eine Gruppe für Betroffene ins Leben gerufen. Mehr als 1300 Mitglieder aus ganz Deutschland seien dabei. „Ich will eine Unterschriftenliste im Lokal Alte Ziege auslegen –so können Gifhorner das Glyphosat-Verbot unterstützen“, kündigt Briegel an.

Rat stimmt am 25. März ab

Die 48-Jährige ruft nicht nur Betroffene dazu auf, am 12. März an der Fachausschuss-Sitzung teilzunehmen. „Am 25. März geht das Thema dann in den Stadtrat“, hofft Briegel darauf, dass die Politik dem Verbot zustimmt. Wer sich für die Mitarbeit in der Gruppe interessiert, kann per Mail unter Familie-Briegel@gmx.de Kontakt aufnehmen.

Von Uwe Stadtlich