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Gifhorn Stadt Rund 100 Teilnehmende bei Feriendemo
Gifhorn Gifhorn Stadt Rund 100 Teilnehmende bei Feriendemo
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15:46 12.04.2019
Auch in den Ferien: Fridays for future Gifhorn mobilisierte am Freitagvormittag rund 100 Teilnehmer. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

Rund 100 Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Gifhorn schwänzten am Freitag einen Ferientag. Auch die abgespeckte Ferienvariante von Fridays for future erregte Aufmerksamkeit in der Fußgängerzone.

Die Demonstranten trafen sich zunächst auf dem Schillerplatz. Dort erläuterten Philip Knotz und Bent Bosker von Fridays for Future Gifhorn nach Rücksprache mit der Verfügungseinheit der Polizei, wie der Zug zum Marktplatz laufen soll. Am Ziel gab es dann umjubelte Reden von Schülerinnen.

Fridays for future geht auch in den Ferien: Rund 100 Schülerinnen und Schüler zogen am Karfreitag durch die Gifhorner Innenstadt.

Den Anfang machten Jula und Leandra. Die beiden 14-Jährigen sind extra mit dem Erixx aus Wittingen angereist. Sie fassten Studien rund um den Klimawandel zusammen und riefen zum Handeln auf. „Es ist noch nicht zu spät.“ Finja aus Wilsche, die mit dem Fahrrad gekommen ist, stellte klar: „Man kann Geld nicht essen.“ Die 16-Jährige fuhr fort: „Im Gegensatz zu den Politikern verschieben wir den Klimaschutz nicht. Wir fordern, dass wir ernst genommen werden und etwas für unsere Zukunft getan wird.“ Melanie (16) aus Triangel ist ebenfalls mit dem Fahrrad da. „Wenn ich euch so anschaue, sehe ich Hoffnung“, freut sie sich über das Engagement der Teilnehmer. „Zusammen sind wir stark.“

„Ich bin so stolz auf euch“, sagte auch Olga Müller als Mutter. „Ihr seid der Anfang der Welle“, rief sie die Jugendlichen auf, auch ihre Eltern stärker einzubinden, damit diese bei der nächsten Demo mitkommen und noch Freunde mitbrächten. Müller räumt ein, aus Meinersen mit dem Auto zur Veranstaltung gekommen zu sein. Der Wagen sei aber voll gewesen, sie habe mehrere Teilnehmer mit Transparenten mitgebracht.

Dem Demonstrationszug schloss sich auch Dr. Horst Brendler (68) aus Meine an, der dazu aus Meine angeradelt war. „Weil diese Generation aufsteht und von sich aus so etwas in Gang setzt.“ Das wolle er unterstützen. Er selbst vermeide Müll wo es gehe – „ich brauche nur eine Mülltonne im halben Jahr“ –, nutze das Auto nur, wenn es nicht anders gehe, und heize weniger.

„Die Jugend zeigt Verantwortung fürs Klima“, freut sich auch Andrea Dierks aus Grußendorf, die bei der Veranstaltung für die Petition „Artenschutz ins Grundgesetz“ des ZDF-Moderators Dirk Steffens warb. Dass die Jugendlichen sich so einsetzen, „finde ich total gut. Es wird auch höchste Zeit.“

„Ich hab’ mir extra freigenommen“, sagt der Gartenbauer Christian (28) aus Hankensbüttel, der sich ebenfalls den Schülern anschloss. „Mir ist wichtig, dass ältere Leute verstehen, was diese Bewegung will und erreichen muss.“ Mit veganer Ernährung, Nutzung des Nahverkehrs und Fahrrads tue er im Alltag etwas dafür.

Von Dirk Reitmeister

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