Rillen in B 4 bei Gifhorn wirken: Die meisten Tempo 60-Schilder bald weg
Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt B 4 bei Gifhorn: Die meisten Tempo 60-Schilder kommen weg
Gifhorn Gifhorn Stadt

Rillen in B 4 bei Gifhorn wirken: Die meisten Tempo 60-Schilder bald weg

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 11.11.2020
Tempo 60 bei Nässe: Demnächst werden die Schilder demontiert, nur an zwei Abschnitten der B 4 bei Gifhorn wirken die neuen Diagonalrillen nicht gegen Aquaplaning, so dass dort das Tempolimit bleibt.
Tempo 60 bei Nässe: Demnächst werden die Schilder demontiert, nur an zwei Abschnitten der B 4 bei Gifhorn wirken die neuen Diagonalrillen nicht gegen Aquaplaning, so dass dort das Tempolimit bleibt. Quelle: Sebastian Preuß
Anzeige
Gifhorn

Das Tempo 60 bei Nässe auf der B 4 bei Gifhorn ist demnächst Geschichte – zumindest auf weiten Strecken der Westumgehung. Das kündigte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf AZ-Nachfrage an. Auf zwei Abschnitten bleibt es allerdings beim Tempolimit.

Die Bauarbeiten im Sommer zeigen Wirkung: Nachdem Fachleute an neuralgischen Stellen Diagonalrillen-Felder in die Fahrbahnen gefräst haben, fließt das Regenwasser besser ab. An den meisten Stellen ist die Aquaplaning-Gefahr damit gebannt, so Michael Peuke, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel. Das hat nun auch die Verkehrskommission im Kreis Gifhorn überzeugt.

Schluss mit Tempo 60 bei Nässe, zumindest auf dem Großteil der B 4 bei Gifhorn: Die Diagonal-Rillen wirken gegen Aquaplaning, so dass das Tempolimit aufgehoben kann. Nur an zwei Abschnitten bleibt es.

„Tempo 60 wird auf einem Großteil der Strecke aufgehoben“, kann Peuke nun ankündigen. „Die Beschilderung wird umgesetzt, sobald die verkehrsbehördliche Anordnung vorliegt.“ Ihm zufolge werden die Tempo 60 Schilder abgebaut, aber die Warnschilder „Rutschgefahr bei Nässe“ bleiben.

Tempo 60 wird nicht überall aufgehoben

An zwei Stellen bleibt es auch bei Tempo 60. Auf der Fahrtrichtung Norden ist der Abschnitt zwischen der Aller und dem Bundesstraßenkreuz betroffen. „Mit einer Länge von 1,3 Kilometern“, sagt Peuke. „Dort gibt es zwar einen Bereich ohne die Gefahr der Wasseransammlungen, aber aufgrund des überschaubaren Abstandes drängte es sich auf, nicht ständig die Beschilderung zu wechseln.“ Auf der Fahrtrichtung Süden bleibt es in Höhe des Parkplatzes bei Tempo 60.

Die B 4 Westumgehung war lange Zeit ein Ärgernis für Autofahrer, zumindest bei Regen. „Ich bin jetzt schon öfter dort lang gefahren.“ Lutz Dietrich von der Kreisverkehrswacht hat sich dabei ein Bild von der Situation machen können und festgestellt, dass viele Rillenfelder tatsächlich wirken. Die Aquaplaning-Seen seien deutlich geschrumpft. „Früher ging es über die gesamte linke Fahrspur.“ Und teilweise noch auf die rechte. „Das ist jetzt weg“, so der Fahrsicherheitstrainer aus Gifhorn.

Rutschgefahr: Bei Nässe weiterhin vorsichtig bleiben

Dietrich begrüßt, dass die Warnschilder „Rutschgefahr bei Nässe“ bleiben. Sie mahnen den Autofahrer, auf nasser Fahrbahn den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. „Gefahrenschild bedeutet Geschwindigkeit verringern.“ Nicht um fünf oder zehn Kilometer pro Stunde, sondern schon deutlicher. Also statt 100 eher 70 fahren, lautet Dietrichs Tipp. „Es ist keine Vorschrift“, räumt er ein. Aber es soll Autofahrer sensibilisieren. „Bei Regen gilt sowieso, dass man defensiv fahren soll.“

Von Dirk Reitmeister