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Gifhorn Stadt So überstehen Mensch und Tier die Hitzewelle
Gifhorn Gifhorn Stadt So überstehen Mensch und Tier die Hitzewelle
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15:00 25.07.2018
Trinken, trinken, trinken: Gerade bei den derzeitigen Extremtemperaturen benötigt der Körper viel Flüssigkeit – so der Rat der Experten. Quelle: Archiv
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Gifhorn

Vom Süden lernen heißt Hitze überstehen lernen, findet Dr. Klaus-Achim Ehlers. „Morgens ist viel los, da ist Action.“ Mittags und nachmittags laufe in mediterranen Gefilden nichts. Die Siesta hat ihren Grund. „Die Menschen passen sich mit ihrer Lebensweise den Verhältnissen an.“ Er rät in diesen Tagen auch in Gifhorn zu südlicher Lebensweise – so weit es geht.

Sport nur in den Morgen- und Abendstunden

Dazu gehöre es, sportliche Aktivitäten morgens oder abends zu erledigen und eine Kopfbedeckung zu tragen, rät der Kreissprecher der Kassenärztlichen Vereinigung. „Es ist Gott sei Dank morgens schön angenehm“, sagt Gabriele Asseburg-Schwalki. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Gifhorn und Umgebung hat bereits den Tagesplan ihrer Vierbeiner umgestellt.

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Sie rät auch anderen Hundehaltern dazu, Gassigänge zu verlegen und verkürzen. Hunden solle man eine Wanne mit Wasser hinstellen, in denen sie sich abkühlen können. Oder zumindest ein nasses Handtuch, sagt Asseburg-Schwalki. Auf Signale achten: „Meistens suchen sich die Tiere von selbst ein kühleres Plätzchen.“

Schattenplätze für Haustiere schaffen

Wie ihr Kater auf der Erde unter einem Gebüsch. Gehege für Meerschweinchen und Kaninchen sollten Schattenplätze haben – sie empfiehlt zusätzlich eine kühle Bodenfliese oder Dachziegel –, ebenso Weiden von Pferden, Schafen und Co. Auf keinen Fall gehörten Tiere zurzeit ins Auto.

An erste Stelle setzt Ehlers: „Viel trinken.“ Vor allem Mineralwasser. „Elektrolyte nicht vergessen“: Dabei müssten es keine teuren Spezialdrinks sein. Eine Prise Salz auf dem Daumen reiche auch. „Obst essen“: Apfel, Birne und Banane hätten alles, was der Körper jetzt brauche. Flüssigkeitsaufnahme ist auch bei Tieren ganz wichtig, sagt Asseburg-Schwalki.

Niedrige Luftfeuchtigkeit mindert die Belastung

Bei Katzen sei das ein besonderes Thema. Diese Trinkmuffel fänden aber Geschmack an ungewürzter Hühnerbrühe. Oft reiche auch ein Zimmerbrunnen. Weitere Tipps gibt es auf der Homepage www.tierschutz-gifhorn.de.

Hitze-Fälle verzeichnet Ehlers in seiner Praxis noch selten. „Man merkt, dass die Menschen gelernt haben, damit umzugehen.“ Immerhin gebe es seit Anfang Juni hohe Temperaturen. Die allerdings diesmal auch mit einer geringen Luftfeuchtigkeit daher komme. Daher empfänden die Gifhorner aktuell diese Hitze als angenehmer und erträglicher.

Von Dirk Reitmeister

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