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Gifhorn Stadt Zahlreiche Post-Kunden berichten von Ärger bei der Zustellung in Gifhorn
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19:43 05.12.2019
Vielzahl an Beschwerden: Ein Postsprecher erklärt die Missstände bei der Postzustellung mit einem hohen Krankenstand. Quelle: dpa
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Gifhorn/Isenbüttel

Ein Einschreiben, das eine Woche nach Abgabe bei der Post noch nicht beim Empfänger ist, Rechnungen, die erst eintrudeln, wenn bereits Mahngebühren fällig werden. Terminhinweise, die erst nach dem genannten Termin im Briefkasten liegen: Nach dem ersten Bericht in der Aller-Zeitung über Probleme bei der Postzustellung meldeten sich zahlreiche Leser, die von ähnlichen Erfahrungen berichteten. Sei es als Kommentar auf der AZ-Facebookseite, per Mail oder am Telefon: Die Beschwerden rissen nicht ab. Betroffen sind vor allem Haushalte in Gifhorn und der Samtgemeinde Isenbüttel, aber auch in der Sassenburg.

Sabine Würfel aus Allerbüttel erzählt vom Einschreiben, um eine Wohnung zu kündigen: „Am 27. November habe ich es aufgegeben, aber es ist immer noch nicht da.“ Dabei müssen Fristen eingehalten werden. Auch bei Uwe und Sylvia Rudolf aus Calberlah sind Fristen bereits verstrichen, bevor die Post kommt. Hartmut Hellwig, ebenfalls aus Allerbüttel, wundert sich: „Päckchen sind angekommen, aber zum Beispiel das Mitteilungsblatt der Samtgemeinde nicht.“ Eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur habe gar nichts gebracht. „Die Mitarbeiterin im Callcenter hat vermutlich nicht mal verstanden, was das Problem ist“, berichten Elke und Volker Goebel aus Gifhorn, „sie hat ganz schlecht Deutsch gesprochen.“

Friedhelm-Hubertus Voigt, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Samtgemeinde Isenbüttel, erzählt von einem Brief des Landkreises Gifhorn mit Poststempel vom 12. November. „Erhalten habe ich ihn am 3. Dezember.“ Reisekostenerstattungen für ehrenamtliche Mitarbeiter des Landesseniorenbeirats seien nicht möglich, weil die Abrechnungen nicht bei ihm landen. „Und die Leute warten auf ihr Geld.“ Sein Tipp: „Alle Rechnungen auch als Mail verschicken.“ Harald Hellmann aus Isenbüttel mutmaßt: „Die Post bekommt von den Unternehmen Geld dafür, dass sie Werbung zustellt. Sie kassiert also für Leistung, die sie gar nicht erbringt.“

„Es scheint an Personal zu mangeln“, lautet ein Facebook-Kommentar, und auch Wolfgang Franz aus Gifhorn meint: „Die Arbeitsbedingungen im Zustellungsbereich sind sehr schlecht. Nicht eingewiesene Zusteller, Unmengen schwerer Pakete, schlechte Bezahlung und deshalb auch ständiger Wechsel der Zusteller.“

Hans-Christian Mennenga, Sprecher der Deutschen Post, spricht von einem „unerwartet hohen Krankenstand“, der zu diesen Missständen führt. Die Kollegen „arbeiten die zurzeit vorweihnachtsbedingt sehr hohen Sendungsmengen mit sehr viel Engagement ab“, dennoch gebe es Rückstände. „Wir bitten das zu entschuldigen.“ Es sei aber nicht so, dass Pakete zugestellt werden und Briefe liegen bleiben. „Wir haben in dem Bereich eine Verbundzustellung.“ Zu der vielfach von AZ-Lesern angesprochenen Werbung, die nicht kommt, erklärt Mennenga: „Das ist die so genannte Dialogpost. Wir haben mit den Unternehmen vertraglich vereinbarte Laufzeiten von vier bis sieben Tagen.“ Zugestellt werde sie auf alle Fälle „im Rahmen der Geschäftsvereinbarung“.

Post-Ärger in Gifhorn

Immer wieder gibt es Phasen in Gifhorn und im Landkreis, in denen Post verspätet oder gar nicht zugestellt wird.

* 4. Dezember 2019: Postärger in Gifhorn: Bei vielen Haushalten bleiben die Briefkästen leer

* 1. Februar 2019: Die AZ macht den Post Test: Es läuft besser, aber noch nicht normal

* 7. Dezember 2018: Warum die Zustellung noch nicht rund läuft

* 2. Dezember 2018: Brief landet nach vier Wochen wieder beim Absender

* 16. November 2018: Fernsehbericht: TV-Team von RTL berichtet über Post-Ärger in Gifhorn

* 15. November 2018: Immer mehr Gifhorner beschweren sich über die verspätete Zustellung von Briefen

* 14. November 2018: Gifhorns Bürger sind sauer über miese Briefzustellung

* 16. Oktober 2018: Briefe kommen gar nicht oder zu spät

Von Christina Rudert

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